Sein statt tun

Kürzlich beim Einkaufen sprangen sie mir ins Auge – Karmakärtchen.

Um was es sich dabei handelt? Um 50 Kärtchen*, die mich Tag für Tag daran erinnern (können), um was es im Leben geht. Nämlich nicht um das ständige Gedankenkarussell in unserem Kopf und um all unsere (in erheblichem Ausmaß auch eingebildeten) Sorgen, sondern darum, das Hier und Jetzt in all seinen Zügen auszukosten. Die Kärtchen bieten Anregungen und Inspirationen für achtsame Momente an jedem Tag.

Sein statt tun, so lautet die wohlklingende Überschrift einer der von mir gezogenen Karten. Diese Seinkarte ließ mich innehalten und die Frage stellen, was diese Worte für mich bedeuten.

Sein statt tun?

Sind wir es nicht gewohnt, ständig etwas zu tun? Einfach nur sein? Wie kann das genügen?

Und dann fiel mir auch ein Zitat von Osho ein:

Vergiss die Idee, jemand zu werden.
Du bist schon ein Meisterstück.
Du kannst nicht verbessert werden.
Du musst es nur erkennen, realisieren. (Osho)

Und das möchte ich auch an dich weitergeben. Hör auf zu suchen und zu zweifeln und jemand anderer werden zu wollen.

Der Punkt, an dem du gerade stehst, das tolle Wesen, das du gerade bist, beides resultiert aus all den von dir getroffenen Entscheidungen bis zu diesem Moment. Und sowohl die Karmakarte als auch das Oshozitat bedeuten für mich nicht Stillstand, sondern Akzeptanz.

Akzeptanz uns selbst gegenüber, aber auch gegenüber unseren Mitmenschen. Akzeptanz dafür, wer wir sind, wenn wir uns nicht definieren durch unsere Arbeit, unser Aussehen, unsere Leistung und durch all die tollen Dinge, die wir uns mit Geld kaufen können.

Einfach sein statt tun bedeutet nicht Stagnation, sondern die Möglichkeit, inne zu halten, in dich hineinzuspüren und zu fühlen, was gerade da ist. Und wenn ich eins mit mir bin, ist es dann nicht viel leichter, neue Ziele anzugehen und mögliche Veränderungen auszumachen?

Daher empfehle ich auch dir, zwischendurch (sei es auf dem Weg in die Arbeit, im Büro, beim Spazierengehen oder zu Hause) einfach mal kurz inne zu halten und dich selbst wertzuschätzen und dir Dankbarkeit zu zeigen für deine Präsenz.  

Du selbst zu sein in einer Welt, die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft. (Ralph Waldo Emerson)

Und auch eine weitere Karmakarte möchte ich abschließend mit dir teilen, die Glücksmomente-Fotocollage. Ich bin gerade dabei, schöne Momente aus meinen Urlauben, meinem Alltag, mit Freunden und Familie zu sammeln, ergänzt durch Liedtexte und Zitate, um daraus eine riesige Glücksmomente-Fotocollage zu basteln, die ich mir zu Hause an die Wand hänge. So habe ich auch an weniger guten Tagen etwas, was mich motiviert und mir die Möglichkeit gibt, aus meiner Negativschleife auszusteigen.

Mich würde auch interessieren, wie du zu „Sein statt tun“ stehst? Wie geht es dir dabei? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder eine Nachricht. Ich freue mich, von dir zu hören.

* Ach ja, und falls du Interesse an den Karten hast, du findest sie bei ars edition (Achtsamkeit für dich – 50 Karmakärtchen).

Autor: Ines_nothing.to.say

Seit mehr als zehn Jahren beschäftige ich mich mit Meditation und Achtsamkeit und habe in dieser Zeit auch die Ausbildung zur Entspannungs- und Achtsamkeitstrainerin gemacht. Bewussheit und Achtsamkeit in mein tägliches Leben zu bringen, das sich dadurch sehr zum Positiven verändert hat, ist nach wie vor mein erklärtes Ziel. Weiters ist es ist mir ein Herzensanliegen, auch andere Menschen dafür zu öffnen und ihnen zu zeigen, wie hilfreich und auch leicht es ist, sich jeden Tag bewusste Glücksmomente und Zeit mit sich selbst zu schenken. Man muss sich dafür nicht zwingen, eine Stunde im Lotussitz und mit geschlossenen Augen ruhig zu sitzen und an nichts denken zu dürfen. Ich möchte dir zeigen, dass es viel einfacher ist...

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