Was der innere Frieden mit dem Weltfrieden zu tun hat

Jährlich am 21. September wird er begangen, der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene International Day of Peace, zu Deutsch: der Weltfriedenstag.

Ein Tag, dem leider in Zeiten wie diesen, wo man vom Gefühl überrannt wird, dass überall auf der Welt Kriege und Unruhen herrschen und Menschen eben nicht in Frieden miteinander leben können, viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Doch auch, wenn dieses Gefühl der konfliktbehafteten Welt in uns eine gewisse Ohnmacht und Hilflosigkeit auslöst, ist es wichtiger denn je, mit sich selbst in Frieden zu kommen.

Wenn du auf meiner Seite bereits die Beschreibung über mich gelesen hast, bist du vermutlich schon auf nachfolgendes Zitat gestoßen:

Friede beginnt damit, daß jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert.

Dieses Zitat stammt von Thich Nhat Hanh, einem buddhistischen Mönch, der inzwischen in Frankreich lebt und dort das Achtsamkeits-Praxiszentrum „Plum Village“ gegründet hat. Seit Jahrzehnten setzt er sich intensiv mit dem Zusammenhang von Achtsamkeit und Frieden auseinander und hat auch zahlreiche Bücher zu diesem Thema geschrieben.

Auch wenn man im Internet recherchiert, stößt man auf zahlreiche Zitate von bekannten Persönlichkeiten (sei es Dalai Lama, Mahatma Gandhi oder Mutter Teresa), die sich um den (inneren) Frieden drehen.

Kann ich also wirklich mit meinem eigenen inneren Frieden den Weltfrieden beeinflussen?

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Prokrastination – oder was?

…..oder besser gesagt: Was ich heute kann besorgen, das verschiebe ich gerne auf morgen…oder auch übermorgen.

Ein Muster, das sich bei mir immer und immer wieder wiederholt. Eine unangenehme Aufgabe steht an und anstelle, dass ich sie gleich angehe und hinter mich bringe, schiebe ich sie vor mir her, und der Berg der Belastung wird immer höher und höher.

Marie von Ebner-Eschenbach hat schon sehr treffend gesagt:

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen,
nicht die, die wir tun.

Diesen Worten kann ich nur voll und ganz beipflichten.

Eigentlich einfach: Wenn ich eine unangenehme Aufgabe gleich erledige, dann kann ich sie abhaken und muss mich nicht jeden Tag von Neuem mit ihr konfrontieren.

Woran liegt das aber, dass hier mein Handeln in Theorie und Praxis oftmals so auseinanderdriftet? „Prokrastination – oder was?“ weiterlesen

Fantasiereise am Strand

Vorbereitung:

Lege dich bequem auf einer Unterlage hin, sodass du die nächsten paar Minuten gut entspannen kannst. Die Reise kannst du dadurch unterstützen, indem du dir ein passende Musik mit Meeresrauschen aussuchst und diese während der Reise mitlaufen lässt. Empfehlen kann ich hier zum Beispiel diverse Apps mit Meditationsmusik, die im Übrigen auch die perfekte Unterstützung beim Einschlafen bieten.

Wenn du bereit bist, schließe die Augen. Nimm zunächst ein paar tiefe Atemzüge. Nun kann deine Fantasiereise an den Strand beginnen.

Die Reise:

Stell dir nun vor, wie du dich an einem menschenleeren Strand befindest. Du blickst dich um und kannst die Ruhe wahrnehmen. Du beginnst loszugehen und machst Fußspuren in den von Menschen noch unberührten Sand. Auf deiner Haut kannst du die warmen Sonnenstrahlen und eine Brise vom leicht wehenden Wind spüren. Ganz sanft setzt du deine Füße Schritt für Schritt im warmen Sand auf. Durch den Sand hindurch kannst du die Verbindung mit der Erde wahrnehmen.

Vor dir siehst du die Weite des türkisblauen Meeres. Du bleibst stehen und nimmst diese Weite tief in dir auf. Ganz entspannt siehst du den Wellen zu, wie sie ans Ufer rollen und danach verschwinden.

Das Gefühl von Freiheit umgibt dich und du lauscht den Möwen, wie sie über dem Meer hinwegfliegen, getragen von der Freiheit.

Du setzt dich nun in den Sand und lässt die feinen Sandkörner durch deine Finger rieseln, immer und immer wieder. Welch ein Wunder der Natur das alles ist.

Dann streift dein Blick erneut das Meer entlang. Plötzlich taucht am Horizont eine Gruppe von Delfinen auf, die für dich ein wunderbares Schauspiel liefern. Sie springen aus dem Wasser, tauchen wieder ein, um sich gleich danach wieder zu zeigen. Du kannst sie aus der Ferne gut hören und auch wahrnehmen, welche Freude sie beim Herumtollen im Wasser verspüren.

Ein unglaubliches Glücksgefühl macht sich in dir breit und eine angenehme Ruhe.

Du lässt diesen Moment noch einmal auf dich wirken und nimmst ihn tief in dir auf. Dann stehst du auf und gehst wieder zurück an den Strand, von dem aus du gestartet bist. Ein unglaublich wohliges Gefühl begleitet dich dabei und du verspürst Dankbarkeit für diesen wundervollen Moment.

Ende der Übung:

Beginne nunmehr, Füße und Hände wieder langsam zu bewegen und deinen Körper aufzuwecken. Nimm drei tiefe Atemzüge. Drehe dich zur Seite und verweile dort kurz. Wenn du bereit bist, setze dich auf und öffne wieder die Augen, um ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Anmerkung: Die Übung kann gut alleine oder auch zu zweit gemacht werden. Wenn du sie alleine machst, könntest du den Text der Reise laut vorsprechen und aufnehmen. Dann kannst du ihn, wann immer du Zeit für die Übung hast, abspielen. Wenn Ihr zu zweit seid, dann kann einer den Text vorlesen und der andere die Reise machen. Hier ein Tipp am Rande: langsam lesen. Meine Erfahrung ist, dass man, auch wenn man das Gefühl hat, schon langsam zu lesen, meistens zu schnell ist. Der Fantasiereisende soll den Moment erleben können und genug Zeit haben, um sich die Dinge für ihn passend auszumalen.

Was auch immer dich mehr anspricht: Wichtig ist, dass es sich gut für dich anfühlt!

Im Hier und Jetzt leben

 

Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.
(Buddha)

Ein wundervolles Zitat, das ich schon in- und auswendig kenne…Und wieder mal ertappe ich mich dabei, was ich mir gerade alles für die Zukunft ausmale – ein Haus im Grünen, einen Teilzeitjob und vieles, vieles mehr.

Wie die Gegenwart aussieht? Eh klar: eine Vollzeitstelle und eine Wohnung mitten im Wien.

Kennst du das auch, dass du bei deinen ganzen Plänen, die du so schmiedest, eigentlich fast darauf vergisst, in der Gegenwart zu leben? Ich kann ein Lied davon singen, da ich Meisterin darin bin, die Dinge anders haben zu wollen als sie gerade sind:

Während meinen Zeiten in einer WG sehnte ich mich nach einer Wohnung allein – kaum hatte ich eine Wohnung alleine für mich, sehnte ich mich nach einer Wohnung/einem Haus außerhalb von Wien im Grünen…Ich kann dir noch zig andere solche Beispiele aufzählen.

Am Ende führen sie aber alle zur selben Frage:

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Einfache Atemübung

Beim Einatmen schenke ich meinen Körper Ruhe. Beim Ausatmen lächle ich. Ich verweile im gegenwärtigen Moment und weiß, es ist ein wunderbarer Moment. (Thich Nhat Hanh)

Atmen ist das Um und Auf – nicht nur zum Leben allgemein, sondern auch beim Sport, beim Yoga und…bei Entspannungsübungen. So gut wie jede Entspannungsübung hat ihren Fokus auf dem Atmen. Das ist das Schöne daran, dass du dich auf deine Atmung ganz leicht besinnen kannst, egal wo du gerade bist.

Die nachstehend beschriebene Atemübung ist eine kurze Entspannungsübung für zwischendurch und eignet sich dort gut, wo du vielleicht ein paar Minuten die Augen schließen und gemütlich auf einem Sessel Platz nehmen kannst:

Atemübung

Setze dich aufrecht hin und lege die Hände bequem ab (zum Beispiel in deinem Schoß). Um auszuprobieren, ob du bequem sitzt, rutsche am besten ein paar Mal auf deinem Sessel hin und her, um dann in der für dich bequemen Sitzhaltung zu verweilen.

Wenn du magst, schließe nunmehr die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Nimm einfach wahr, wie du immer wieder ein- und ausatmest und wie sich deine Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt….Und wenn jetzt Gedanken kommen, lass sie einfach da sein, ohne dich näher auf sie einzulassen (Hierzu gibt es eine schöne Metapher: „Stell dir die Gedanken als Wolken vor und lass sie einfach wie Wolken an dir vorüberziehen). Kehre einfach immer wieder zu deiner Atmung zurück und nimm diese wahr…

Du kannst diese Übung, wenn es für dich das erste Mal ist, einfach für ein paar Minuten machen, um dich nicht gleich zu überfordern. Vielleicht gibt es bereits kurze Augenblicke, in denen du merkst, dass du und auch deine Gedanken innerlich ruhiger werden.

Am Ende der Übung empfehle ich, drei tiefe Atemzüge zu nehmen und die Finger und Füße wieder langsam zu bewegen, um dich sanft aus der Übung rauszuholen.

Viel Spass und gute Entspannung!

Wann es Zeit ist loszulassen

Endlich war es wieder soweit– ein Wochenende in meiner ehemaligen Wahlheimat Graz, in der ich mein ganzes Studium und auch die ersten Arbeitsjahre verbracht habe, wartete auf mich…Viele alte Freundschaften verbinden mich mit dort und vor allem eins – gemeinsame Erinnerungen.

Aber eben: Es sind – oftmals – Erinnerungen. So schön die Zeit in meiner ehemaligen Heimat ist, sie zeigt mir auch, dass es nicht mehr meine Gegenwart ist, sondern ein Stückchen Vergangenheit.

Zurück in Wien stelle ich mir die Frage, warum ich in meiner ehemaligen Heimat (es waren doch mehr als 15 Jahre) umgeben von Menschen, die mir viele Jahre Wegbegleiter waren, immer wieder in die gleichen Muster (Verunsicherung, mangelnder Selbstwert usw) verfalle, obwohl ich seit drei Jahren physisch weg von dort bin und gedanklich der Moment wahrscheinlich noch früher eingetreten ist.

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(Un)Erträgliche Stille?

Seitdem ich in einer Großstadt wie Wien lebe, bin ich mehr denn je mit dem Thema Lärm (oder anders formuliert: der Suche nach Stille) konfrontiert. Umgeben von Menschen, die es lieben, in Straßenbahn oder U-Bahn ihre Musik ohne Kopfhörer mit anderen Fahrgästen zu teilen oder hupenden Autos, deren Fahrern es im alltäglichen Stau nicht schnell genug gehen kann oder lautstark telefonierenden Sitznachbarn….Freiwillig oder unfreiwillig ist man fast ständig einer Beschallung ausgesetzt.

Dies wirft für mich ganz unweigerlich die Frage nach der Bedeutung von Stille auf…..

Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heutzutage ist es die Stille.

Hat Ernst Ferstl, von dem dieses Zitat stammt, Recht damit?

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Wie dich Reisen verändern kann

Länger war es jetzt still um mich. Der Grund: Ich habe auf Dalai Lama gehört und die letzten 2 ½ Wochen genutzt, um ein mir noch unbekanntes Fleckerl in Europa zu besichtigen: den Balkan. Die unglaubliche Natur dort (Meer, Berge, zahlreiche Nationalparks), verbunden mit der Kriegsvergangenheit und den gesellschaftlichen Strukturen (inzwischen hoher Anteil an Muslime) hat mich schon lange fasziniert.

Falls du dich nun fragst, was Dalai Lama damit zu tun hat. Ein wunderbares Zitat zum Reisen stammt von ihm:

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Du selbst sein heißt einzigartig sein

Facebook, Instagram, Twitter und wie sie alle heißen mögen – soziale Netzwerke sind heutzutage nicht mehr aus dem Leben vieler wegzudenken. Einerseits sind sie praktisch, um trotz großer Distanz mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, andererseits – und das ist wohl der größere Nutzen – teilen wir so auch Vieles aus unserem Leben und möchten dafür Resonanz (positive in erster Linie).

Während meiner aktiven Facebook-Zeit (seit letztem Jahr ist damit Schluss, mein damaliger Vorsatz in der Fastenzeit darauf zu verzichten, hält glücklicherweise bis jetzt) konnte ich mich selbst gut dabei beobachten, was ständig vernetzt sein in mir auslöste, nämlich:

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