Der Herbst – Erntezeit und Loslasszeit zugleich

Mit Loslass- und Stärkungsübung

Das, was ich im Moment gerade verspüre, ist Dankbarkeit. Seit Wochen nehme ich das Stadtleben mit ganz anderen Augen war. Der Grund – Herbstzeit ist.

Diese Farbenpracht der Laubbäume ist für mich ein Wunder. Ein Schauspiel der Natur, das mich jedes Jahr von Neuem begeistert. Die Natur und auch die Tiere bereiten sich auf den bevorstehenden Winter vor und für uns Menschen bedeutet Herbstzeit auch Erntezeit.  Die letzten Früchte und Kräuter werden fleißig gesammelt und eingekocht bzw. getrocknet. Die Veränderung in der Natur kann man förmlich spüren und riechen. Und sie macht auch was mit uns Menschen.

Ob bewusst oder unbewusst, auch wir leben im Rhythmus der Jahreszeiten und können diesen für uns nutzen. Haben wir im Sommer noch viel Zeit draußen verbracht und sind aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten an Aktivitäten vielleicht wenig zur Ruhe gekommen, so gibt uns der Herbst nach und nach die Möglichkeit, mehr nach innen zu gehen.

Nicht umsonst heißt es:

Herbst ist Leben, das in die Tiefe geht. (Monika Minder)

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Zurück zur Natur – Heilkräuter sehen und verstehen

Auch wenn heute (National)Wahltag ist (bzw. war – die Wahllokale haben inzwischen ja schon geschlossen und du hast hoffentlich dein Wahlrecht wohlüberlegt in Anspruch genommen), möchte ich mit dir ein ganz anderes Thema teilen.

Ich habe heute das erste Mal an einer geführten Kräuterwanderung teilgenommen (danke vielmals an Patricia von Villa Natura für diesen grenzgenialen ersten Einblick) und möchte dich an dieser tollen Erfahrung teilhaben lassen.

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Wie wir ein verregnetes Wochenende für uns nutzen können

Wochenende und es regnet, seit Tagen schon. Irgendwie ärgerlich, wenn ich daran denke, was ich an diesem Wochenende gerne alles im Freien gemacht hätte. Wandern, Ausflüge, einfach draußen sein – aber nein, das Wetter macht mir natürlich – und das ohne mich um Erlaubnis zu fragen – einen Strich durch die Rechnung.

Warum kann es nicht einfach immer nur unter der Woche regnen, wenn man in der Arbeit sitzt und dafür am Wochenende schön sein, wenn man Freizeit hat, könnten wir uns fragen?

Wie wäre es aber mit folgender – recht gewagten – Sichtweise: Endlich habe ich wieder einmal Zeit für mich, ohne das Gefühl, überall dabei sein zu müssen, da ich sonst etwas verpassen würde. Was kann ich mir persönlich Gutes tun? Worauf hatte ich schon die längste Zeit Lust, aber immer ein schlechtes Gewissen, weil das Wetter zu schön dafür gewesen wäre, um sich daheim einzuigeln?

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Eine Geschichte über die Wertschätzung und ihren Wert

Chaos überall. Ein Durcheinander, fernab von jeglichem Miteinander. Und mittendrin: die Verzweiflung. Tag ein, Tag aus muss sie hilflos mitansehen, wie das Zusammenleben der Menschen im Dorf von Tag zu Tag schlechter wird. Selbst bisherige Freunde wurden zu Feinden. Wie konnte es auch anders sein? Lautete doch das allgemeine Credo der Bewohner: „Ich – ich – ich und nach mir die Sintflut.“ Das machte sich natürlich auch im Zusammenleben der Leute bemerkbar. Man hatte kein nettes Wort mehr füreinander übrig. Ganz im Gegenteil: Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen, um der Bessere zu sein. Nettigkeiten? Sie waren weit und breit nicht zu sehen.

Und wenn die Verzweiflung versuchte, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, wurde sie meistens nicht beachtet. Völlig unbeeindruckt rannten die Menschen an ihr vorüber. Diejenigen, die sich doch die Zeit nahmen, der Verzweiflung kurz zuzuhören – und das waren sehr, sehr wenige – fragte sie nach einer ehemaligen Dorfbewohnerin. Ob sie sich denn noch an sie erinnern könnten? Ihr Name war Wertschätzung. „Viele Jahre schon weder gehört noch gesehen,“ war die Antwort der meisten. Und Kinder schauten die Verzweiflung mit großen Augen an: Eine ehemalige Dorfbewohnerin namens Wertschätzung? Noch nie von dieser geheimnisvollen Dame gehört.

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Eine Frage der Perspektive

Oft überkommt sie mich – die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, wenn ich mir wieder einmal die täglichen Schlagzeilen in der Tagespresse anschaue (schon wieder Krieg, Ausbeutung, Klimakatastrophen), aber auch im Alltag begegnen sie mir: Menschen, die miteinander streiten, sich (oder anderen) das Leben schwer machen, unzufriedene Gesichter und Getriebene, wohin ich sehe. Vermutlich wirke auch ich manches Mal so auf andere.

Doch halt – ist die ganze Welt wirklich so (schlecht), wie sie mir manches Mal scheint?

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Von der kirgisischen Weite hin zu sich selbst

Kirgistan? Als Land ist es mir zwar schon untergekommen und ich wusste, dass es irgendwo in Asien liegt, aber trotzdem musste ich den Atlas zur Hilfe nehmen, um herauszufinden, wo genau es sich befindet. Die Reisebeschreibung, auf die ich zufällig gestoßen bin, hat es mir nämlich so angetan, dass ich mehr über dieses zentralasiatische Land wissen wollte. Endlose unbesiedelte Weiten, Bewohner, die zeitweise noch als Nomaden in Jurten leben und über 90 Prozent des Landes, die über 1.500 Höhenmeter liegen. Der Gipfel des höchsten Berges dort liegt sogar auf über 7.400 Meter.

Im Sommer verbringen die meisten Bauernfamilien ihre Zeit gemeinsam mit den Tierherden (Pferde, Kühe, Schafe oder sogar Yaks) am „Jailoo“ (übersetzt „Hochalm“). Das kann schon mal auf 3.000 Meter oder noch höher sein. Übernachtet wird dann in Jurten (traditionelles Zelt der Nomaden), die jedes Jahr aufs Neue auf- und wieder abgebaut werden. Ansonsten Natur und Berge, wohin man blickt. Keine feste Straße, keine fixen Almhütten, wie man sie von uns kennt. Der Morgen startet mit dem Melken der Kühe und Pferde (vergorene Stutenmilch ist das Nationalgetränk in Kirgistan, allerdings auch etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht damit aufgewachsen ist), daraus wird dann Joghurt und Butter gewonnen. Geschlachtet wird, wann immer es nötig ist. Ansonsten können die Tiere den ganzen Tag frei grasen, wo und was auch immer sie wollen.

Warum ich dir das alles erzähle?

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Wenn Körper und Geist Ruhe fordern

Woran es auch immer liegt – energetisch bin ich im Moment nicht auf meiner Höhe. Habe ich vor einiger Zeit noch für einen Halbmarathon trainiert, so bringen mich im Moment schon 5 km an meine Grenzen.

Und: Jeden Tag unter der Woche läutet der Wecker um 6.30 Uhr und reißt mich aus meinem Tiefschlaf – beim Aufwachen fühle ich mich, als wäre ich erst um 5 Uhr Früh von einer durchzechten Nacht heimgekommen, und das alles, obwohl ich frühzeitig ins Bett gegangen bin.

Oder andere Situation: Ich bin schon Stunden, bevor der Wecker überhaupt seinen ersten Ton von sich gibt, hellwach und wälze mich hin und her und möchte doch nur Schlaf finden.

Fazit: Umso mehr ich um (besseren) Schlaf kämpfe, desto weniger bin ich erfolgreich dabei.

Aber: Auch, wenn ich mir die Situation gerade anders wünschen würde, so zeigen mir Körper und Geist sehr klar, dass meine innere Balance nicht ganz im Gleichgewicht ist und auch auf der Welt passiert energetisch gerade unglaublich viel, was wir alle, aber noch intensiver feinfühlige Menschen, wahrnehmen.

Wenn Körper und Geist Ruhe brauchen

Ich ernähre mich gesünder denn je, schaue, dass ich meinen Schlaf bekomme, versuche in der Freizeit Ausgleich zu meiner vorwiegend sitzenden Büroarbeit zu finden und bin viel an der frischen Luft.

Aber: Körper und auch Geist sind ganz schön fordernd, wenn sie der Meinung sind, dass das noch nicht reicht und nein, sie lassen sich nicht mit weniger, als dem was sie benötigen, überlisten.

Ganz laut rufen sie im Moment nach Ruhe und ausgleichenden statt auspowernden Freizeitaktivitäten. Und so gönne ich mir inzwischen ohne schlechtes Gewissen das, was scheinbar gerade gebraucht wird – Rast anstelle von Rastlosigkeit.

Anfangs war das nicht so leicht für mich, habe ich doch von Kindestagen an den Spruch „Wer rastet, der rostet.“ zu hören bekommen. Ovid hingegen hatte eine völlig andere Auffassung und der kann ich inzwischen nur voll zustimmen:

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.

Und auch mein Körper spricht diese Sprache. Anstelle eines längeren Laufs sehnt er sich mehr nach Spazierengehen und statt anstrengendem muskelstärkendem Ashtanga-Yoga (dabei handelt es sich vor allem um schnelle, fließende Abfolgen von Positionen), bevorzugt er gerade muskelentspannendes Yin-Yoga (passives Yoga, in dem man minutenlang in einer sitzenden oder liegenden Position verweilt). Vor einem Jahr noch war für mich Yin-Yoga einfach langweilig, weil ich dachte, dass es nicht fordernd genug für mich sei. Gerade eben ist es der perfekte Ausgleich für meine innere Unruhe und Müdigkeit.

Wie du den Leistungsdruck an dich selbst loslässt

Geht es dir vielleicht gerade ähnlich? Nämlich, dass du dich ausgepowert fühlst und das Gefühl hast, eigentlich mehr leisten zu müssen, als das, was du gerade imstande bist zu leisten? Fühlst du dich deswegen weniger wert, weil du eigentlich das Bedürfnis hast, einfach nur sein zu dürfen, ohne Leistungsdruck? Hast du das Gefühl, du musst dich sportlich verausgaben, obwohl dir gerade nach gemütlicherer Bewegung zumute ist?

Dann könnte es dir vielleicht helfen, einfach mal in dich hineinzulauschen, ganz unbeeinflusst von Erwartungen rundherum. Und dann frage dich: Woher kommt dieses Gefühl, dass du mehr leisten müsstest? Ist das vielleicht eine Erwartung an dich, die dir von außen suggeriert wird? Was fühlt sich für dich persönlich im jetzigen Moment stimmig an, ganz egal, ob dies von außen als Leistung wahrgenommen wird oder nicht?

Ein Abend nur für dich? Ein ausgedehnter Spaziergang? Ein Kinobesuch?

Was auch immer es ist – es ist das, was du im Moment gerade brauchst und es steht dir zu, dem nachzugeben, denn:

Die Welt bleibt nicht gleich stehen, wenn du einmal eine Pause machst. (Unbekannt)

Die Welt bleibt nicht gleich stehen, wenn du einmal eine Pause machst.

Unbekannt

Und auch ich habe gelernt: Umso weniger ich gegen meinen derzeit teilweise schlechten Schlaf und mein niedriges Energielevel ankämpfe, sondern dies alles zulasse, desto wahrscheinlicher ist es, dass mein inneres Gleichgewicht bald wieder hergestellt wird.

Ein kleiner Hinweis noch: Sollte dein niedriges Energielevel doch über einen längeren Zeitraum unverändert bleiben, so wäre es jedenfalls ratsam, dies medizinisch abklären zu lassen, damit ausgeschlossen werden kann, dass deinem Körper gewisse Nährstoffe fehlen.

Was ein Baum das Mädchen Esperanza über das Leben lehrte

Die heute von mir verfasste Kurzgeschichte handelt von dem Mädchen Esperanza, das eine große Leere in sich verspürt und seine Antwort überraschenderweise in einer Begegnung mit einem Baum findet.

Verzweiflung machte sich in Esperanza bemerkbar. Zu viele Sorgen machte sie sich ständig über dies und jenes, dabei hatte sie doch überhaupt keinen Grund, unzufrieden zu sein. Sie hatte einen gut bezahlten Job, ein soziales Umfeld, eine wundervolle Beziehung und genug Zeit und Geld, um sich gewünschte Dinge leisten zu können. Sie konnte reisen, gut essen gehen, Kleidung kaufen. Alles, was das Herz begehrte, oder?

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Als Geduld und Ungeduld einander begegneten

Einst lebten zwei völlig unterschiedliche und doch verwandte Wesen am gleichen Ort, das eine hieß Geduld – es wurde allerdings von den Menschen kaum wahr genommen, weil das andere Wesen – die Ungeduld – sich viel mehr in den Mittelpunkt zu stellen wusste. Geduld war eher unauffällig und ruhig, während Ungeduld durch die Straßen zog, sich überall vordrängte und stets zu verstehen gab, dass sie keine Zeit hatte zu warten. Ein teilweise recht unangenehmer Zeitgenosse, dachten sich die Menschen. Trotzdem war die Ungeduld allgegenwärtig und die Menschen konnten sich ihr nur schwer entziehen.

Woran das lag?

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Welche Rolle der goldene Mittelweg auch in der Achtsamkeit spielt

Lang sind sie vorbei – die Zeiten, in denen ich zumindest am Wochenende oftmals bis frühmorgens unterwegs war und gefeiert habe – der Rest meines Wochenendes bestand dann aus schlafen, schlafen und nochmals schlafen, wie ein Igel im Winterschlaf. Auch wenn ich es inzwischen – zumindest zumeist – eher bevorzuge, meine Wochenenden etwas ruhiger und vor allem mit mehr Zeit in der Natur zu verbringen – so merke ich doch, dass sich für mich im Vergleich zur damaligen Zeit der Feierlaune etwas verändert hat.

Es fühlt sich so an, als hätte mich die intensive Auseinandersetzung mit meiner Person, damit verbunden eine gewisse Aufarbeitung von Mustern aus der Vergangenheit und dann noch der Kontakt mit den Themen „Achtsamkeit“ und „Meditation“ im Vergleich zu früher teilweise etwas beschwerter gemacht. Und es scheint so, als würde es mir inzwischen schwerer fallen, mich in gewissen Situationen zu integrieren.

Warum ich mich beschwerter fühle

Früher war auch ich beteiligt an Gesprächen, in welchen über dies & das gelästert wurde, sei es über Mitmenschen, Politiker oder die nervige Arbeit. Auch ich habe mich über Menschen aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Art lustig gemacht, ohne den Hauch eines schlechten Gewissens zu haben. Es gehörte einfach dazu – man gehörte dadurch einfach dazu. Auch machte es mir nichts aus, in einem Restaurant zu essen, in welchem der Lärmpegel fast ein Rockkonzert überstieg.

Inzwischen merke ich, dass ich viele Gespräche als sehr oberflächlich empfinde und dann eher still werde, währenddessen ich mit den richtigen Gesprächsthemen so richtig aufblühe und aus mir herausgehe. Auch versuche ich, das Lästern über andere gänzlich sein zu lassen. Natürlich kann es hie und da passieren, dass ich – und dann aus Wut – ein schlechtes Wort über jemanden fallen lasse, aber mir geht es dann selbst schlecht dabei. Das, was mir früher egal war, nehme ich zwischenzeitlich um ein Vielfaches mehr in mir auf und reflektiere es.

Zusätzlich merke ich auch, dass ich sehr sensibel auf negative Stimmungen und Lärm rund um mich reagiere.

Viele der Empfindungen waren wahrscheinlich schon viel früher in mir, mir ist aber klar geworden, dass ich sie inzwischen durch die regelmäßige Übung einfach bewusster wahrnehme und ich feinfühliger geworden bin. Klingt anstrengend, ich weiß und vielleicht kennst auch du diese Situationen und fragst dich, wie du besser damit umgehen kannst?

Wie mit den neuen Empfindungen umgehen?

Ich für meinen Teil stelle mir schon seit geraumer Zeit diese Frage. Und oft genug höre ich auch innere Selbstzweifel, ob dies – nämlich der Weg der Persönlichkeitsarbeit, Achtsamkeit und Meditation – denn der richtige Weg sei und ich denn nicht besser dran wäre, wenn ich aufhören würde, soviel hinzuhören und auch zu hinterfragen?

Die Antwort, die ich darauf für mich gefunden habe, ist, dass ein Weg – egal in welche Richtung er geht – nicht in ein Extrem ausschlagen sollte. Der goldene Mittelweg – über ihn hat auch Buddha schon gelehrt. Auf meine Situation umgelegt bedeutet das für mich, dass ich auch Alltagsgesprächen eine Chance gebe, um so in Kontakt mit meinen Mitmenschen zu kommen und nicht nur spirituelle Gespräche suche. Auch merke ich, dass ich mich nicht gänzlich dem Stadtlärm entziehen sollte, da mich das nur in die Isolation treiben würde und somit auch meine Toleranz für Lärm nach und nach weiter sinken würde.

Und es muss nicht jede Situation und Begegnung auf die Waagschale gelegt werden. Auch wenn gesagt wird, dass jede Begegnung eine Bedeutung hat, frage ich mich, ob es denn nicht auch sein, dass man einfach einmal zur falschen Zeit am falschen Ort ist und eine Situation eben nichts mit einem persönlich zu tun hat?

Auch Spaß muss sein

Und was für mich das Allerwichtigste ist: dass ich trotz der intensiven Auseinandersetzung mit Achtsamkeit und Meditation noch Spaß haben und es mir auch mal erlauben kann, einfach weniger achtsam zu sein. Damit meine ich keine Rücksichtslosigkeit mir selbst und der Umwelt gegenüber, sondern mir einfach mal eine Pause zu gönnen und mich treiben zu lassen und wenn mir danach ist, auch wieder einmal auf den Putz zu hauen.

Die Auseinandersetzung mit sich selbst, seinen Schwächen und Gewohnheiten aus der Vergangenheit ist zwar schön, da man viel lernen und dadurch auch verändern kann, aber sie ist natürlich auch anstrengend. Und ich habe das Gefühl, dass wir genau in solchen Momenten vergessen, dass wir auch ein bisschen unbeschwerter sein dürfen.

Leben – Lieben – Lachen, das alles hat schon Osho (ein leider bereits verstorbener, aber für mich sehr inspirierender, wenn auch provokanter Philosoph aus Indien) zelebriert und an seine Mitmenschen weitergegeben bzw. weiterzugeben versucht. Ein Zitat von ihm lautet:

Fange an, diesen Moment zu leben und du wirst sehen – je mehr du lebst, desto weniger Probleme wird es geben.

Kein Wunder also, dass zum Beispiel die von ihm geschaffene Kundalini-Meditation (eine sehr empfehlenswerte 4-Phasen-Meditation mit dynamischen Elementen) auch freies Tanzen zum Thema hat.

Und vielleicht kennst du auch den Spruch:

Tanze, als ob dich niemand beobachten würde.
Liebe, als wärest du niemals verletzt worden.
Singe, als ob dich niemand hören könnte.
Lebe, als sei der Himmel auf Erden. (Souza)

Somit möchte ich dir sagen

Es kann beides nebeneinander Platz haben:
Wir können ernst sein, aber auch Spaß haben.
Wir können Belangloses reden – aber auch achtsame Worte finden.
Wir können alle Situationen hinterfragen – aber sie auch einfach annehmen.

Und: Wir können andere Menschen so sein lassen, wie sie sind. Denn was ich mir inzwischen bewusst bin: Nur weil ich für mich diesen Weg gefunden habe, muss das noch lange nicht der Weg für jeden anderen sein.

Falls du beispielsweise Menschen in deinem Umfeld hast, die du unbedingt davon überzeugen möchtest, dass der Weg, den du für dich gefunden hast, auch ihnen helfen kann, so möchte ich dir den Tipp geben, einfach ein Vorbild zu sein. Das kann – wenn die Saat gesät ist, am meisten bewirken.

Für heute möchte ich mich mit folgendem Zitat von dir verabschieden:

Wenn wir Freude am Leben haben, kommen die Glücksmomente von selber. (Ernst Ferstl)

Falls du Lust hast, mir von deinen eigenen Erfahrungen zu erzählen, würde ich mich freuen, von dir zu lesen.