Sein statt tun

Kürzlich beim Einkaufen sprangen sie mir ins Auge – Karmakärtchen.

Um was es sich dabei handelt? Um 50 Kärtchen*, die mich Tag für Tag daran erinnern (können), um was es im Leben geht. Nämlich nicht um das ständige Gedankenkarussell in unserem Kopf und um all unsere (in erheblichem Ausmaß auch eingebildeten) Sorgen, sondern darum, das Hier und Jetzt in all seinen Zügen auszukosten. Die Kärtchen bieten Anregungen und Inspirationen für achtsame Momente an jedem Tag.

Sein statt tun, so lautet die wohlklingende Überschrift einer der von mir gezogenen Karten. Diese Seinkarte ließ mich innehalten und die Frage stellen, was diese Worte für mich bedeuten.

Sein statt tun?

Sind wir es nicht gewohnt, ständig etwas zu tun? Einfach nur sein? Wie kann das genügen?

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In der VerANTWORTung liegt die Antwort

Verantwortung ist im Allgemeinen ja definiert als die (freiwillige) Übernahme der Verpflichtung, für die möglichen Folgen einer Handlung einzustehen und gegebenenfalls dafür Rechenschaft abzulegen oder Strafen zu akzeptieren (so gefunden auf Wikipedia).

Wie stehst du zu Verantwortung? Zur Verantwortung für deine Umwelt, deine Mitmenschen und vor allem für dein Leben?

Ich muss mir eingestehen, dass es ein Leichtes ist, Verantwortung abzugeben, den anderen Schuld zu geben an der Situation, in der ich mich gerade befinde. Ich würde ja, wenn ich nur könnte, aber die anderen….Kommt dir das bekannt vor?

  • Ich würde mir ja mehr Zeit für mich nehmen, wenn da nicht die vielen Verpflichtungen wären.
  • Ich würde viel mehr Sport machen, wenn ich nicht soviel arbeiten müsste.
  • Ich würde mich viel öfters mit Freunden treffen, wenn ich nicht so viel für die Familie da sein müsste.

Ich würde…So beginnen auch viele Sätze von mir.

Aber:

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Moliere)

Was das in meinen Augen bedeutet?

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Als der Neujahrsvorsatz auf das neue Jahr traf

Eine Geschichte

Der Neujahrsvorsatz war sehr traurig. Jedes Jahr das gleiche Spiel und er fiel irgendwie immer noch darauf rein.

Zu Jahresanfang wird er stets hoch gelebt, so als würde er jedes Jahr einen runden Geburtstag feiern und er kann sich gar nicht mehr retten vor all den Menschen, die seine Nähe suchen und ihm hoch und heilig versprechen, dass es dieses Jahr ganz anders wird als all die Jahre zuvor.

Doch dann: Kaum vergehen ein paar Tage im neuen Jahr, wird er fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel und das alljährliche Spiel wiederholt sich von Neuem. Das frustriert.

Dieses Jahr, im magischen 2020, da es ihm endgültig reicht, ergreift er jedoch selbst die Initiative. Er möchte sich den Menschen nicht mehr ausgeliefert fühlen und so macht er sich auf die Suche nach dem neuen Jahr, um Antworten zu erhalten. Doch wo nur kann er es finden?

Als er seine ihm so vertrauten vier Wände das erste Mal verlässt, kann er es sogleich erkennen. Überall begegnet es ihm, das neue und hoffnungsvolle Jahr 2020, in das alle Menschen ihre Hoffnung gesteckt haben. So nimmt er seinen ganzen Mut zusammen, um es anzusprechen:

„Hallo, bist du zufällig das neue Jahr?“ fragte er schüchtern.

„Wer möchte das wissen?“ antwortete das neue Jahr.

„Ich bin der Neujahrsvorsatz und ich bin schon sehr verzweifelt“, gab er zur Antwort.

„Wenn das so ist, helfe ich dir gerne weiter. Was kann ich für dich tun?“ hörte er daraufhin.

„Es geht um die Menschen. Ich verstehe sie einfach nicht. Jahr für Jahr schenken sie mir zu Jahresanfang Hoffnung, nehmen mich voll und ganz in Beschlag und erklären mir ewige Treue, nur um mich nach ein paar Tagen wieder fallen zu lassen, so als hätte ich nie existiert und als hätte ich keine Gefühle wie sie.“

„Lieber Neujahrsvorsatz, nimm es nicht persönlich“, antwortete das neue Jahr. „Sie quälen sich selbst noch viel mehr damit. Alle Jahre wieder bist du ihr Ansporn und Hoffnungsschimmer. Denn jedes Jahr zu Jahresanfang macht sich bei den meisten Menschen ihre innere Stimme wieder bemerkbar, die ihnen zuflüstert, was sie vergangenes Jahr eigentlich besser machen wollten als die Jahre zuvor. Und so kommst du ins Spiel. Als ihr Gewissen.

Vielleicht kennst du das auch, wenn du etwas, worauf du eigentlich schon das ganze Jahr hinarbeiten wolltest, wieder nicht geschafft hast? Dein Resümee wird vermutlich sein, dass du aus deinem schlechten Gewissen heraus versuchst, das schon lange angestrebte Ergebnis in noch kürzerer Zeit und mit noch viel mehr Strenge und Selbstdisziplin erreichen zu wollen, damit du dich nicht als völliger Versager fühlst.“

„Das klingt sehr traurig“, sagte der Neujahrsvorsatz. „Aber sag, neues Jahr, kann ich die Menschen irgendwie bei ihren Vorhaben unterstützen?“

„Ich denke schon“, antwortete das neue Jahr. „Mein Vorschlag: Wenn du wieder von einem Menschen in Beschlag genommen wirst, so melde dich zu Wort und frage nach, ob du (der Vorsatz) wirklich ein Herzenswunsch bist oder aus Pflichtgefühl heraus entstanden bist. Wenn ersteres der Grund ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass du auch das Jahr über Bestand hast. Das Pflichtgefühl hingegen überdauert oft nicht so lang.“

„Oh, vielen Dank. Das klingt sehr hilfreich“, sagte der Vorsatz und freute sich ab diesem Moment schon darauf, dass die Menschen weiterhin Neujahrsvorsätze schmiedeten.

Und die Moral der Geschichte:

Gegen Neujahrsvorsätze ist nichts einzuwenden. Realistisch umsetzbarer sind sie allerdings, wenn du sie nicht nur aus deinem schlechten Gewissen und Pflichtgefühl heraus formulierst, sondern sie aus deinem Inneren heraus entstehen lässt. Alles Gute dafür und vor allem: Sei nicht zu streng mit dir!

Ich bin schon ganz aufgeregt, welchen Vorsatz ich dieses Jahr als Erstes über den Haufen werfe. (Gefunden auf Pinterest von Vollzeitprinzessin).

Das Jahresende ist nicht das Ende

Mit Übung zum Revue passieren lassen

Nur noch ein paar Tage (fünf um genau zu sein), dann ist es für immer vorbei, das Jahr 2019.

Wie geht es dir beim Gedanken an das vergangene Jahr und daran, dass in ein paar Tagen anstelle der 19 eine 20 steht? Fühlst du dich innerlich ruhig und gelassen und bist du in freudiger Erwartung oder stresst es dich eher, da du so viele Vorsätze, die du aus voller Überzeugung für das Jahr 2019 formuliert hast (mehr Sport, gesünder essen, mehr Zeit mit den Lieben….), wieder nicht in die Tat umgesetzt hast? Wenn zweiteres bei dir der Fall ist, kann dich beruhigen. Es gibt wohl nur wenige unter uns, die zum Jahresende sagen können, dass sie wirklich sämtliche Vorhaben in die Tat umgesetzt haben. Wenn du eine der Personen bist, die das geschafft haben, dann gratuliere ich dir! Ich kann es von mir (noch) nicht behaupten.

Mehr für mich einstehen? Weniger Neid auf Menschen, die schon so viel geschafft haben von dem, was ich mir auch wünsche und im Gegenzug mehr Fokus auf mich und meine Talente?

Leider nein. Diese Wünsche werden wohl auch im Jahr 2020 auf meiner Liste stehen.

Aber:

Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat. (Harold Glen Borland)

Was ich also versuche: nicht zu streng zu mir zu sein, dass ich manches dieses Jahr wieder nicht geschafft habe. Und das empfehle ich auch dir. Welche Emotion bei dir gerade auch überwiegt, es lohnt sich, die nächsten Tage noch dafür zu nutzen, um einen persönlichen Jahresrückblick zu durchlaufen (Monat für Monat) und um vor allem auch schon Samen für das neue Jahr zu setzen. Wenn du weiter liest, findest du noch eine Übung, die dich beim Revue passieren und Loslassen unterstützen kann.

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Weihnachtssinn statt Weihnachtswahnsinn

Der zweite Adventsamstag – man könnte die Adventsamstage auch in Weihnachtsshoppingwahnsinntage umbenennen – ist vorbei und wie schon nach dem ersten Adventsamstag kann der Handel auch nach dem zweiten jubeln. Eine regionale Zeitung schrieb: „Feststimmung bei Handel.“

So stelle ich mir die Frage: Und bei uns Konsumenten? Wie steht es da um die Feststimmung?

Jedes Jahr spüre ich förmlich, wie der allgemeine Gemütszustand in Wien (und bestimmt auch in jeder anderen Stadt) speziell um diese eigentlich besinnliche Jahreszeit ganz und gar nicht besinnlich wird. Gereiztheit, Ungeduld und Stress stehen an der Tagesordnung. Geschenke, Geschenke, Geschenke! Jeder ist auf der Suche danach. Einkaufsstraßen, die schon unterm Jahr und ohne besonderen Anlass mehr als gut besucht sind, sind zu dieser ach so besinnlichen Zeit kaum auszuhalten. Massen von Menschen schieben sich durch die Straßen und laufen von Geschäft zu Geschäft, die Hände schon voll mit prall gefüllten Einkaufstaschen. Jeder ärgert sich über die anderen, die einem vor die Füße laufen und nur auf sich fokussiert sind.

Feststimmung = wohl gleich null.

Aber: Muss das so sein?

Die Adventszeit beginnt im Herzen eines jeden Menschen.
Licht ist etwas, das sich im Inneren entfaltet und nach außen strahlt. (Gudrun Kropp)

Auch das ist also eine Möglichkeit:

Weg von Konsum und Shoppingwahn hin zum wirklich Wichtigen. Das kann sein: ein offenes Ohr für das Anliegen eines Mitmenschen, gemeinsame Zeit statt noch eine Krawatte für Papa, innere Ruhe und Zeit für sich statt Hektik und Stress.

Wie wir das erreichen können? Indem wir den Druck von uns selbst nehmen, alles perfekt machen zu müssen, perfekt sein zu müssen, das perfekte Geschenk finden zu müssen.

Falls auch du Jahr für Jahr zur Adventszeit eine innere Unruhe und Hektik verspürst, nimm dir doch einen Augenblick Zeit nur für dich, schließe die Augen und denke daran, was dich Jahr für Jahr um diese Zeit am meisten stresst. Wenn du dazu einen Gedanken, ein Bild oder eine Empfindung hast, überlege dir im nächsten Schritt, wie du diesen Stressmoment für dich verringern oder sogar ganz loslassen kannst.

Als weiteren Schritt denke darüber nach, was für dich das Schönste an der Adventszeit und Weihnachten ist. Wenn du auch hier etwas gefunden hast, versuche, diese Schöne für dich zu stärken und noch bewusster zu (er)leben. Gib diesem Teil einfach mehr Raum.

Ich für meinen Teil weiß zum Beispiel, dass es mich unglaublich stresst, um diese Zeit in Geschäfte zu gehen, um Geschenke zu suchen. Ich habe daher eine Vorliebe für Fotogeschenke entdeckt (zum Beispiel einen selbst gemachten Kalender mit Fotos und Zitaten oder ein Familienmemory mit Urlaubsfotos), die ich in Ruhe zu Hause machen kann, nebenbei höre ich Entspannungsmusik und gönne mir eine heiße Tasse Tee und Kekse (am liebsten selbst gemacht von der Mama). Das finde ich sogar unglaublich ausgleichend und vor allem auch lustig. Zusätzlich habe ich auch schon Gutscheine für meine Liebsten gebastelt. Das alles freut sie oftmals viel mehr, weil sie spüren, dass man sich wirklich Gedanken gemacht hat und vor allem kommt es auch nicht auf den (Geld)Wert eines Geschenkes an, denn:  

Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht. (Kurt Marti)

Wie geht es dir mit Weihnachten und den ganzen Vorbereitungen? Ist es purer Stress oder eine Lieblingszeit von dir? Ich bin gespannt, was du darüber berichtest.

Fantasiereise „Bergwanderung zum Kraft tanken“

Vorbereitung:

Lege dich bequem auf einer Unterlage hin und decke dich gerne zu, sodass du die nächsten paar Minuten gut entspannen kannst.

Wenn du bereit bist, schließe deine Augen. Nimm zunächst ein paar tiefe Atemzüge. Nun kann deine Fantasiereise auf den Kraftberg beginnen.

Die Reise:

Stelle dir nun in Gedanken einen warmen, sonnigen Herbsttag vor. Es weht ein laues Lüftchen, und der Tag bietet die perfekten Voraussetzungen für ein Wanderung. Eine Wanderung, die dir die Möglichkeit gibt, Zeit in der Natur und mit dir selbst zu verbringen.

Versetze dich nun in Gedanken an den Fuß eines Berges. Dein Blick wandert in alle Richtungen und du lässt die Natur, ihren wohligen Duft und ihre sanften Geräusche auf dich wirken. Vielleicht kannst du aus der Ferne Tiergeräusche, wie das Zwitschern von Vögeln, wahrnehmen. Spüre nun die Sonne, wie sie auf deine Haut und auf dein Gesicht scheint und dich wärmt sowie die leichte Brise, die gerade weht.

Lasse nun deinen Blick nach oben auf den Gipfel des Berges schweifen. Ganz oben in der Ferne kannst du das Gipfelkreuz erkennen und etwas näher kannst du Steinböcke dabei beobachten, wie sie flink und wendig die Bergfelsen hinaufklettern, mit so viel Leichtigkeit und Freude.

Spürst du, dass hoch oben am Gipfel etwas ganz Besonderes auf dich wartet?

Beginne nun, den waldigen und unberührten Weg zum Gipfel entlang zu gehen, Schritt für Schritt und beobachte dabei immer wieder die Steinböcke, wie sie sich flink und mit Leichtigkeit dem Gipfel nähern. Ihre Freude und Unbeschwertheit dabei sind förmlich zu spüren.

Du gehst immer weiter, achtsam und ganz im Moment. Auf der Hälfte des Weges kommst du an einer  Schmetterlingswiese vorbei. Du bleibst stehen und hältst inne, da vor deinen Augen gerade ein Naturschauspiel stattfindet. So viele Schmetterlinge in so vielen bunten Farben hast du noch nie zuvor gesehen. Genieße diese Vielfalt von Farben und stell dir nun vor, wie ein Schmetterling auf dich zufliegt und kurz auf deiner Hand zum Sitzen kommt, so als wärst du ihm vertraut. Fühle die Verbindung zwischen dir und dem Schmetterling und das leichte Kitzeln, dass er auf deiner Haut auslöst.

Als der Schmetterling weiterfliegt, spürst du, dass es auch für dich Zeit wird, weiter Richtung Gipfel zu gehen. Du erinnerst dich beim Gehen an die Tiere, die dir bereits begegnet sind und an ihre Unbeschwertheit und Freiheit, die sie ausgestrahlt haben. Langsam beginnt sich diese Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die die Umgebung hier ausstrahlt, auch in dir auszubreiten.

Noch einmal bleibst du stehen und lässt deinen Blick zuerst nach unten Richtung Fuße des Berges und dann nach oben Richtung Gipfel schweifen. Erfreut stellst du fest, dass du den Gipfel fast erreicht hast.

Die letzten Meter legst du im Nu und voller Vorfreude zurück. Am Gipfel angekommen wartet ein einzigartiges Panorama auf dich. Du blickst dich um und siehst endlose Weiten und ein unglaubliches Gebirgspanorama. Der Himmel ist strahlend blau und die Luft rein und klar. Du lauschst der Stille, nach der du dich schon die längste Zeit gesehnt hast.

Nimm nun ein paar bewusste Atemzüge, um diesen Moment und die positive Energie, die gerade wahrzunehmen ist, in dir aufzunehmen. Genieße, was dir dieser Moment und die Natur gerade bieten.

Nachdem du nun einige Zeit an diesem Kraftort gesessen bist und die Energie in dich aufgenommen hast, spürst du, dass es Zeit wird, diesen Ort schön langsam wieder zu verlassen. Du weißt nun aber auch, wie du zu diesem Ort gelangst und dass du jederzeit wieder hierher zurückkehren kannst, um Kraft zu tanken oder einfach Ruhe zu genießen.

Verlasse nun den Gipfel und gehe in Gedanken den gleichen Weg, wie du gekommen bist, an den Ausgangsort zurück. Dort angelangt hältst du kurz inne, um dich für das Erlebte zu bedanken.

Ende der Übung:

Beginne schön langsam mit deinem Körper wieder in diesen Raum und auf deine Unterlage zurückzukehren. Nimm die Umgebung wahr und konzentriere dich ganz auf deine Atmung. Atme drei Mal tief ein und aus und beginne langsam deine Hände und Füße zu bewegen. Komme ganz in deinem eigenen Rhythmus zurück ins Hier und Jetzt und wenn du bereit bist, öffne deine Augen und richte dich zum Sitzen auf.

Anmerkung: Die Übung kann gut alleine oder auch zu zweit gemacht werden. Wenn du sie alleine machst, könntest du den Text der Reise laut vorsprechen und aufnehmen. Dann kannst du ihn, wann immer du Zeit für die Übung hast, abspielen. Wenn Ihr zu zweit seid, dann kann einer den Text vorlesen und der andere die Reise machen.

Ein kleiner Tipp am Rande: langsam lesen. Meine Erfahrung ist, dass man, auch wenn man das Gefühl hat, sehr langsam zu lesen, meistens zu schnell ist. Der Fantasiereisende soll den Moment erleben können und genug Zeit haben, um sich die Dinge für ihn passend auszumalen.

Gerne lese ich von euren Erfahrungen mit dieser Reise.

Der Herbst – Erntezeit und Loslasszeit zugleich

Mit Loslass- und Stärkungsübung

Das, was ich im Moment gerade verspüre, ist Dankbarkeit. Seit Wochen nehme ich das Stadtleben mit ganz anderen Augen war. Der Grund – Herbstzeit ist.

Diese Farbenpracht der Laubbäume ist für mich ein Wunder. Ein Schauspiel der Natur, das mich jedes Jahr von Neuem begeistert. Die Natur und auch die Tiere bereiten sich auf den bevorstehenden Winter vor und für uns Menschen bedeutet Herbstzeit auch Erntezeit.  Die letzten Früchte und Kräuter werden fleißig gesammelt und eingekocht bzw. getrocknet. Die Veränderung in der Natur kann man förmlich spüren und riechen. Und sie macht auch was mit uns Menschen.

Ob bewusst oder unbewusst, auch wir leben im Rhythmus der Jahreszeiten und können diesen für uns nutzen. Haben wir im Sommer noch viel Zeit draußen verbracht und sind aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten an Aktivitäten vielleicht wenig zur Ruhe gekommen, so gibt uns der Herbst nach und nach die Möglichkeit, mehr nach innen zu gehen.

Nicht umsonst heißt es:

Herbst ist Leben, das in die Tiefe geht. (Monika Minder)

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Zurück zur Natur – Heilkräuter sehen und verstehen

Auch wenn heute (National)Wahltag ist (bzw. war – die Wahllokale haben inzwischen ja schon geschlossen und du hast hoffentlich dein Wahlrecht wohlüberlegt in Anspruch genommen), möchte ich mit dir ein ganz anderes Thema teilen.

Ich habe heute das erste Mal an einer geführten Kräuterwanderung teilgenommen (danke vielmals an Patricia von Villa Natura für diesen grenzgenialen ersten Einblick) und möchte dich an dieser tollen Erfahrung teilhaben lassen.

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Wie wir ein verregnetes Wochenende für uns nutzen können

Wochenende und es regnet, seit Tagen schon. Irgendwie ärgerlich, wenn ich daran denke, was ich an diesem Wochenende gerne alles im Freien gemacht hätte. Wandern, Ausflüge, einfach draußen sein – aber nein, das Wetter macht mir natürlich – und das ohne mich um Erlaubnis zu fragen – einen Strich durch die Rechnung.

Warum kann es nicht einfach immer nur unter der Woche regnen, wenn man in der Arbeit sitzt und dafür am Wochenende schön sein, wenn man Freizeit hat, könnten wir uns fragen?

Wie wäre es aber mit folgender – recht gewagten – Sichtweise: Endlich habe ich wieder einmal Zeit für mich, ohne das Gefühl, überall dabei sein zu müssen, da ich sonst etwas verpassen würde. Was kann ich mir persönlich Gutes tun? Worauf hatte ich schon die längste Zeit Lust, aber immer ein schlechtes Gewissen, weil das Wetter zu schön dafür gewesen wäre, um sich daheim einzuigeln?

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Eine Geschichte über die Wertschätzung und ihren Wert

Chaos überall. Ein Durcheinander, fernab von jeglichem Miteinander. Und mittendrin: die Verzweiflung. Tag ein, Tag aus muss sie hilflos mitansehen, wie das Zusammenleben der Menschen im Dorf von Tag zu Tag schlechter wird. Selbst bisherige Freunde wurden zu Feinden. Wie konnte es auch anders sein? Lautete doch das allgemeine Credo der Bewohner: „Ich – ich – ich und nach mir die Sintflut.“ Das machte sich natürlich auch im Zusammenleben der Leute bemerkbar. Man hatte kein nettes Wort mehr füreinander übrig. Ganz im Gegenteil: Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen, um der Bessere zu sein. Nettigkeiten? Sie waren weit und breit nicht zu sehen.

Und wenn die Verzweiflung versuchte, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, wurde sie meistens nicht beachtet. Völlig unbeeindruckt rannten die Menschen an ihr vorüber. Diejenigen, die sich doch die Zeit nahmen, der Verzweiflung kurz zuzuhören – und das waren sehr, sehr wenige – fragte sie nach einer ehemaligen Dorfbewohnerin. Ob sie sich denn noch an sie erinnern könnten? Ihr Name war Wertschätzung. „Viele Jahre schon weder gehört noch gesehen,“ war die Antwort der meisten. Und Kinder schauten die Verzweiflung mit großen Augen an: Eine ehemalige Dorfbewohnerin namens Wertschätzung? Noch nie von dieser geheimnisvollen Dame gehört.

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