Wie wir ein verregnetes Wochenende für uns nutzen können

Wochenende und es regnet, seit Tagen schon. Irgendwie ärgerlich, wenn ich daran denke, was ich an diesem Wochenende gerne alles im Freien gemacht hätte. Wandern, Ausflüge, einfach draußen sein – aber nein, das Wetter macht mir natürlich – und das ohne mich um Erlaubnis zu fragen – einen Strich durch die Rechnung.

Warum kann es nicht einfach immer nur unter der Woche regnen, wenn man in der Arbeit sitzt und dafür am Wochenende schön sein, wenn man Freizeit hat, könnten wir uns fragen?

Wie wäre es aber mit folgender – recht gewagten – Sichtweise: Endlich habe ich wieder einmal Zeit für mich, ohne das Gefühl, überall dabei sein zu müssen, da ich sonst etwas verpassen würde. Was kann ich mir persönlich Gutes tun? Worauf hatte ich schon die längste Zeit Lust, aber immer ein schlechtes Gewissen, weil das Wetter zu schön dafür gewesen wäre, um sich daheim einzuigeln?

Wartet vielleicht schon die längste Zeit ein neu gekaufter Beststeller auf dich und dazu eine heiße Tasse Tee? Oder wolltest du schon seit Ewigkeiten deinen Kleiderkasten ausmisten, um Altes bzw. nicht mehr Verwendetes auszusortieren? Wenn ja, dann ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt dafür. By the way: Es ist übrigens nachgewiesen, dass das Ausmisten von alten Sachen auch positive Auswirkungen auf das Innenleben hat, es reinigt sozusagen auch dein Inneres gleich mit. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe (rein hypothetisch, ich bin im Grunde meines Wesens sehr pazifistisch und versuche normalerweise, gar keine Fliegen zu erschlagen). In aller Munde ist ja gerade die Ausmistmethode der Japanerin Marie Kondo („Magic Cleaning“). Die junge Japanerin hat ihr Leben dem Ausmisten gewidmet. Ihre Tipps: Ausmisten nach Kategorien (zB Kleidung, Bücher usw) und danach, ob einem ein altes Stück noch Freude bereitet, so zumindest die Kurzfassung. Netflix hat der Dame eine eigene Sendung gewidmet, das Thema ist offensichtlich präsenter denn je.

Von diesem kleinen Ausmist-Exkurs wieder zurück zum (Regen-)Wetter:

Seitdem ich in einer Großstadt lebe, sehe ich Regen immer auch als einen Reinigungsprozess. Er bietet mir die Zeit zum Innehalten, Nachdenken und die Zeit, um in Ruhe neue Beiträge schreiben zu können. Gleichzeitig weiß ich, dass er auch den Schmutz der Straßen wegwäscht (und in einer großen Stadt sammelt sich ziemlich viel davon an) und noch wichtiger, dass er die Pflanzen mit lebensnotwendigen Stoffen versorgt.

Und falls dir nach mehreren Tagen Regen doch ein Lagerkoller droht: Einfach rein in dein (vielleicht sogar buntes) Regenoutfit und raus an die frische Luft.

Schließlich besteht die Kunst zu leben darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten. (Unbekannt)

Also, was sind deine Lieblingsbeschäftigungen an einem verregneten Wochenende? Gerne kannst du mir einfach einen Kommentar unter dem Beitrag hinterlassen. Ich freue mich, von dir zu hören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.