Was der innere Frieden mit dem Weltfrieden zu tun hat

Jährlich am 21. September wird er begangen, der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene International Day of Peace, zu Deutsch: der Weltfriedenstag.

Ein Tag, dem leider in Zeiten wie diesen, wo man vom Gefühl überrannt wird, dass überall auf der Welt Kriege und Unruhen herrschen und Menschen eben nicht in Frieden miteinander leben können, viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Doch auch, wenn dieses Gefühl der konfliktbehafteten Welt in uns eine gewisse Ohnmacht und Hilflosigkeit auslöst, ist es wichtiger denn je, mit sich selbst in Frieden zu kommen.

Wenn du auf meiner Seite bereits die Beschreibung über mich gelesen hast, bist du vermutlich schon auf nachfolgendes Zitat gestoßen:

Friede beginnt damit, daß jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert.

Dieses Zitat stammt von Thich Nhat Hanh, einem buddhistischen Mönch, der inzwischen in Frankreich lebt und dort das Achtsamkeits-Praxiszentrum „Plum Village“ gegründet hat. Seit Jahrzehnten setzt er sich intensiv mit dem Zusammenhang von Achtsamkeit und Frieden auseinander und hat auch zahlreiche Bücher zu diesem Thema geschrieben.

Auch wenn man im Internet recherchiert, stößt man auf zahlreiche Zitate von bekannten Persönlichkeiten (sei es Dalai Lama, Mahatma Gandhi oder Mutter Teresa), die sich um den (inneren) Frieden drehen.

Kann ich also wirklich mit meinem eigenen inneren Frieden den Weltfrieden beeinflussen?

Die Antwort lautet „Ja“.

Natürlich heißt das nicht, dass dadurch sofort sämtliche Kriege auf dieser Welt stoppen und alle machtgierigen Menschen alias Trump und Putin und wie sie alle heißen mögen, plötzlich geläutert werden (keine Sorge, ich erspare dir jetzt einen politischen Monolog), aber: Du kannst mit deinem inneren Frieden was bewirken für dich und dein Umfeld.

Du fragst dich wie?

Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn du auf dich Acht gibst, indem du dir Zeit für dich nimmst und für das, was dir wirklich gut tut und indem du auch nicht mehr so streng mit dir bist und dir Fehler verzeihst, beginnst du, eine Freundschaft mit dir selbst aufzubauen. Diese Freundschaft hilft dir auch, dass du mehr Selbstvertrauen gewinnst und an dich glaubst. Das führt dann auch ganz automatisch dazu, dass du weniger neidisch auf andere Menschen wirst, wenn sie in deinen Augen gerade mehr Glück im Leben oder mehr erreicht haben…

Selbstliebe (und daraus resultierend Selbstfrieden) führt auch zu Akzeptanz von anderen Menschen. Mit den Worten von Osho, einem indischen Philosophen und Begründer der von mir heiß geliebten Kundalini-Meditation, gesagt:

Wenn du dich selbst liebst, liebst du deine Mitmenschen.
Wenn du dich selbst hasst, hasst du deine Mitmenschen.
Deine Beziehung zu den anderen ist nur ein Spiegelbild von dir selbst.

So verhält es sich aus meiner Sicht auch mit der Macht. So sagte zum Beispiel Charlie Chaplin über die Macht:

Macht brauchst du nur, wenn du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe, um es zu erledigen.

Und ja, da wären wir wieder bei den großen Politikern, die ihre Macht ausspielen, um Profit aus allem zu schlagen, Kriege beginnen, um noch mehr Macht zu erhalten und ganz nebenbei noch die Umwelt ruinieren und sich weigern, an Klimaabkommen teilzunehmen.

Aber: Das ist das große Ganze, das wir sehen und dabei vergessen wir gerne, dass der (Un-)Frieden schon im kleineren Kreise beginnen kann, zB mit Nachbarn, Arbeitskollegen oder Leuten, denen man einfach so auf der Straße begegnet. Davon umfasst sind bereits unachtsame Worte den Liebsten gegenüber, Lästereien über nervige Personen im Umfeld oder auch Unfreundlichkeiten gegenüber der Dame an der Supermarktkasse („zweite Kassa bitteeee“), weil man einen supernervigen Arbeitstag hatte und abends einfach nur mehr nach Hause möchte….Eigentlich alles Kleinigkeiten, aber in Summe gesehen eben nicht.

So gesehen kann jeder von uns jeden Tag damit anfangen, seinen positiven Teil zu einer friedlicheren Welt beizutragen.

Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Fehlt für dich vermutlich noch die Antwort auf die Frage, wie du es nun am besten angehst mit dem inneren Frieden?

Ich kann dir zumindest sagen, was mir hilft:

In erster Linie regelmäßige Zeit für mich – in der Natur, beim Yoga oder auch Meditieren. Wenn ich mich auf das besinne, was mir wirklich wichtig ist, merke ich auch, dass ich eigentlich ganz zufrieden mit mir bin, auch wenn mein Ego manches Mal was anderes zu verstehen gibt.

Und klar: Es gibt genug äußere Umstände und andere Personen, die meine innere Ruhe zum Schwanken bringen, aber doch habe ich die Freiheit zu entscheiden, ob ich es zulasse.

Und so verabschiede ich mich heute mit den Worten von Jean-Jacques Rousseau:

Wollen wir in Frieden leben, muss der Friede aus uns selbst kommen.

Hinweis: Falls du meine praktischen Übungen noch nicht kennst, schnuppere doch mal dort rein. Sie könnten dich auf deinem Weg zum inneren Frieden unterstützen.

Praktische Übungen für den Alltag

 

 

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