Im Hier und Jetzt leben

 

Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.
(Buddha)

Ein wundervolles Zitat, das ich schon in- und auswendig kenne…Und wieder mal ertappe ich mich dabei, was ich mir gerade alles für die Zukunft ausmale – ein Haus im Grünen, einen Teilzeitjob und vieles, vieles mehr.

Wie die Gegenwart aussieht? Eh klar: eine Vollzeitstelle und eine Wohnung mitten im Wien.

Kennst du das auch, dass du bei deinen ganzen Plänen, die du so schmiedest, eigentlich fast darauf vergisst, in der Gegenwart zu leben? Ich kann ein Lied davon singen, da ich Meisterin darin bin, die Dinge anders haben zu wollen als sie gerade sind:

Während meinen Zeiten in einer WG sehnte ich mich nach einer Wohnung allein – kaum hatte ich eine Wohnung alleine für mich, sehnte ich mich nach einer Wohnung/einem Haus außerhalb von Wien im Grünen…Ich kann dir noch zig andere solche Beispiele aufzählen.

Am Ende führen sie aber alle zur selben Frage:

Wenn ich das alles erreicht habe, bin ich dann wirklich voll und ganz zufrieden? Vermutlich nicht. Es kommen bestimmt neue Wünsche dazu.

Ein Dilemma? Ja, vielleicht. Aber keines, aus dem wir nicht mit eigener Kraft rauskommen würden.

Beim Recherchieren zum Thema Zukunftsdenken bin ich auf eine äußerst interessante Studie gestoßen, die in Harvard durchgeführt wurde.

Der Psychologe Matthew Killingsworth hat an der Harvard-Universität die Zufriedenheit und gedankliche Präsenz von 2.250 Personen im Laufe des Tages untersucht, aus welcher zwei erstaunliche Ergebnisse abzuleiten waren:

  1. Die Hälfte der Zeit sind Menschen geistig abwesend. Egal, ob wir etwas Angenehmes oder Unangenehmes tun.
  2. Menschen, die bei einer Beschäftigung gedanklich abschweifen, sind unzufriedener und häufig unglücklich. Dabei ist das Abschweifen keine Folge, sondern die Ursache der Unzufriedenheit. Denn das ständige Grübeln macht unfroh.

Frage also an dich: Wie oft warst du gerade beim Lesen dieser Zeilen abwesend oder hast an Situationen aus der Vergangenheit gedacht oder vielleicht an das, was du heute noch alles erledigen musst? Ich glaube, ich kenne die Antwort ungefähr, weil es doch uns allen so geht. Es ist schließlich Teil von uns Menschen, auch die Vergangenheit und Zukunft immer im Kopf zu haben. Macht auch Sinn, weil wir somit aus Erfahrungen aus der Vergangenheit lernen und Situationen leichter einordnen können und ja auch Ziele in der Zukunft erreichen wollen.

Das Wertvollste, was die Studie aus meiner Sicht aber zeigt, ist, dass wir die Zufriedenheit durch das Leben im Jetzt erreichen und eben nicht durch unsere Gedanken rund um die Vergangenheit oder Zukunft.

Wenn wir Zufriedenheit nicht in uns selbst finden, ist es zwecklos, sie anderswo zu suchen.
(Francois de La Rochefoucauld)

Motivierend ist auch zu wissen, dass es jeder von uns erlernen kann, auch im Moment zu verweilen. Hierzu gibt es zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten wie zB Zeit in der Natur, Meditieren oder eine einfache Atemübung.

Unter meiner Rubrik „Praktische Übungen für den Alltag“ findest du zum Beispiel eine kurze Atemübung, die dich dabei unterstützen kann.

https://nothingtosay.at/praktische-uebungen/einfache-atemuebung/

Was auch immer es für dich persönlich ist, das dich ganz im Moment verweilen lässt, es zahlt sich aus, dir diese (Aus-)Zeiten regelmäßig zu gönnen und dadurch ein Stückchen mehr Zufriedenheit zu gewinnen.

Ich freue mich auf dein Feedback!

Alles Liebe, Ines

 

 

 

 

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