Du selbst sein heißt einzigartig sein

Ich am Berg mit Blick in die Ferne

Facebook, Instagram, Twitter und wie sie alle heißen mögen – soziale Netzwerke sind heutzutage nicht mehr aus dem Leben vieler wegzudenken. Einerseits sind sie praktisch, um trotz großer Distanz mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, andererseits – und das ist wohl der größere Nutzen – teilen wir so auch Vieles aus unserem Leben und möchten dafür Resonanz (positive in erster Linie).

Während meiner aktiven Facebook-Zeit (seit letztem Jahr ist damit Schluss, mein damaliger Vorsatz in der Fastenzeit darauf zu verzichten, hält glücklicherweise bis jetzt) konnte ich mich selbst gut dabei beobachten, was ständig vernetzt sein in mir auslöste, nämlich:

Unzufriedenheit mit mir selbst.

Der Grund dafür? Das ständige Vergleichen mit anderen, das aus meiner Sicht ganz automatisch kommt, wenn man stets die schönsten Urlaubsfotos oder frisch verliebte Paare oder andere traumhaft scheinende Erlebnisse. vor Augen geführt bekommt So sehr es mich gefreut hat mitzubekommen, was rund um mich geschieht und das Gefühl zu erhalten, immer top informiert zu sein, so sehr bin ich durch die Zeit, die ich online verbracht habe, doch auch davon abgekommen, mich auf mich selbst und meine Ziele zu fokussieren.

Oft stellte ich mir auch die Frage: Was macht mich besonders? Was habe ich groß zu erzählen? Durch den Fokus auf die anderen und ihre so toll erscheinenden Erlebnisse und Erfolge, kamen mir meine Erlebnisse so klein und unbedeutend vor.

Was ich dabei ganz außer Acht gelassen habe war, auf mich zu hören und zu spüren, was ich brauche, um zufrieden zu sein. Dadurch konnte ich nämlich feststellen, dass ich gewisse Dinge für mich einfach nicht mehr brauchte, um mich erfüllt und zufrieden zu fühlen.

Respektiere deine Einzigartigkeit und höre auf, dich zu vergleichen. Entspanne dich in deinem Sein. (Osho)

Im Gegensatz zu früher, wo ich fast keine Party oder keinen Samstag Abend zum Fortgehen auslassen wollte, weil ich Angst hatte, was zu verpassen (du darfst raten, wie oft das dann wirklich der Fall war) und trotzdem währenddessen oftmals schon das Gefühl hatte, fehl am Platz zu sein, erfüllt es mich inzwischen mehr, meine Zeit abseits vom Trubel und vor allem in der Natur/Stille zu verbringen. Das würde vermutlich nicht so viele Likes auf Facebook bringen wie ein Action-Foto aus einem Urlaub, aber wichtig ist, dass es sich für mich richtig anfühlt.

Im Internet bin ich auf ein wunderschönes Zitat gestoßen, das es für mich gut auf den Punkt bringt:

Wer in sich ruht, muss niemanden etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt den anderen die ihre. (Unbekannt)

In diesem Sinne: Mein Beitrag ist kein Appell, sich gänzlich aus den Social Media-Plattformen zu entfernen, da die Plattformen auch ihr Gutes haben. Man kann sie zum Beispiel auch zum Vernetzen verwenden, um etwas zu bewirken und sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun.

Mitgeben möchte ich dir nur, dass du vielleicht versuchst, die von dir genutzten Plattformen zukünftig bewusster als bisher zu verwenden und in dich hinein spürst, ob dich die Zeit online wirklich fördert oder eher das Gegenteil bewirkt.

Und vielleicht hilft es auch schon, nicht jedes wunderbare Erlebnis (nur) als Fotomotiv zum Teilen auf Facebook, Instagram und Co wahrzunehmen, sondern sich auch bewusste Online-Auszeiten zu nehmen und einen wunderschönen Moment einfach mal mit sich selbst zu teilen.

Genieße den Moment, bevor er zur Erinnerung wird. (Unbekannt)

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