Zurück zur Natur – Heilkräuter sehen und verstehen

Auch wenn heute (National)Wahltag ist (bzw. war – die Wahllokale haben inzwischen ja schon geschlossen und du hast hoffentlich dein Wahlrecht wohlüberlegt in Anspruch genommen), möchte ich mit dir ein ganz anderes Thema teilen.

Ich habe heute das erste Mal an einer geführten Kräuterwanderung teilgenommen (danke vielmals an Patricia von Villa Natura für diesen grenzgenialen ersten Einblick) und möchte dich an dieser tollen Erfahrung teilhaben lassen.

Zwei Stunden in der Natur (genau genommen am Kahlenberg in Wien) ließen mich nur erahnen, welch unglaubliche Naturschätze für uns bereit gehalten werden, wenn wir nur die Augen offen halten und uns das entsprechende Wissen dazu aneignen (um zum Beispiel die heilsame Schafgarbe vom giftigen Riesenbärenklau unterscheiden zu können). Den Wanderweg bin ich schon öfters gegangen, zwar immer mit offenen Augen, aber bisher nie mit dem Wissen, wie viele Heil- und Nutzpflanzen bzw. Kräuter uns einfach so zur Verfügung stehen. Egal, ob Beifuß, Spitzwegerich, Hagebutte oder Weißdorn. Das Angebot der Natur ist unglaublich großzügig, wenn wir es achtsam in Anspruch nehmen. Und zu wissen, dass diese Gaben der Natur bereits unsere Vorfahren und auch ihre Vorfahren schon verwendet haben, löst in mir eine unglaubliche Verbundenheit mit allem aus.

In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre allergrößten Wunder. (Carl von Linne`)

Schade nur, dass in unserer Zeit viel von diesem Wissensschatz inzwischen verloren gegangen ist. Erfreulich aber zu sehen, wie wir Menschen wieder anfangen, uns für die Natur zu interessieren. Die Wanderung heute haben auch Eltern mit ihren Kindern genutzt. Es ist schön wahrzunehmen, welche Verbundenheit schon Kinder mit der Natur verspüren und wie sie spielerisch Pflanzen kennen und schätzen lernen. Und all dieses Wissen wird von diesen Kindern vielleicht irgendwann auch an ihre eigenen Kinder weitergegeben.

Resümee meinerseits: Auch wenn ich für das schulmedizinische Angebot dankbar bin, über das wir heutzutage verfügen, so freut es mich auch zu wissen, dass ich zum Beispiel bei einem leichten Husten oder Entzündungen im Körper auch auf selbst gesammelte Kräuter in der Natur zurückgreifen kann (Spitzwegerich bei Husten, Schafgarbe bei Menstruationsbeschwerden innerlich und bei Entzündungen äußerlich angewendet).

So kann ich dir nur empfehlen: Nutze deine Zeit (auch), um raus in die Natur zu gehen und falls du so wie ich gerade im Lernprozess bist und viele Pflanzen erst kennenlernen musst, so empfehle ich dir eine App zur Pflanzenbestimmung, ein Bestimmungsbuch oder – sofern es auch in deiner Umgebung die Möglichkeit gibt – eine von ExpertInnen geführte Kräuterwanderung. Selbst in deinem Park ums Eck wirst du vielleicht diverse Pflanzen entdecken können.

In diesem Sinne:

 Schau dir die Natur an und du wirst alles verstehen. (Albert Einstein)

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