Im Hier und Jetzt leben

 

Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.
(Buddha)

Ein wundervolles Zitat, das ich schon in- und auswendig kenne…Und wieder mal ertappe ich mich dabei, was ich mir gerade alles für die Zukunft ausmale – ein Haus im Grünen, einen Teilzeitjob und vieles, vieles mehr.

Wie die Gegenwart aussieht? Eh klar: eine Vollzeitstelle und eine Wohnung mitten im Wien.

Kennst du das auch, dass du bei deinen ganzen Plänen, die du so schmiedest, eigentlich fast darauf vergisst, in der Gegenwart zu leben? Ich kann ein Lied davon singen, da ich Meisterin darin bin, die Dinge anders haben zu wollen als sie gerade sind:

Während meinen Zeiten in einer WG sehnte ich mich nach einer Wohnung allein – kaum hatte ich eine Wohnung alleine für mich, sehnte ich mich nach einer Wohnung/einem Haus außerhalb von Wien im Grünen…Ich kann dir noch zig andere solche Beispiele aufzählen.

Am Ende führen sie aber alle zur selben Frage:

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Einfache Atemübung

Beim Einatmen schenke ich meinen Körper Ruhe. Beim Ausatmen lächle ich. Ich verweile im gegenwärtigen Moment und weiß, es ist ein wunderbarer Moment. (Thich Nhat Hanh)

Atmen ist das Um und Auf – nicht nur zum Leben allgemein, sondern auch beim Sport, beim Yoga und…bei Entspannungsübungen. So gut wie jede Entspannungsübung hat ihren Fokus auf dem Atmen. Das ist das Schöne daran, dass du dich auf deine Atmung ganz leicht besinnen kannst, egal wo du gerade bist.

Die nachstehend beschriebene Atemübung ist eine kurze Entspannungsübung für zwischendurch und eignet sich dort gut, wo du vielleicht ein paar Minuten die Augen schließen und gemütlich auf einem Sessel Platz nehmen kannst:

Atemübung

Setze dich aufrecht hin und lege die Hände bequem ab (zum Beispiel in deinem Schoß). Um auszuprobieren, ob du bequem sitzt, rutsche am besten ein paar Mal auf deinem Sessel hin und her, um dann in der für dich bequemen Sitzhaltung zu verweilen.

Wenn du magst, schließe nunmehr die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Nimm einfach wahr, wie du immer wieder ein- und ausatmest und wie sich deine Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt….Und wenn jetzt Gedanken kommen, lass sie einfach da sein, ohne dich näher auf sie einzulassen (Hierzu gibt es eine schöne Metapher: „Stell dir die Gedanken als Wolken vor und lass sie einfach wie Wolken an dir vorüberziehen). Kehre einfach immer wieder zu deiner Atmung zurück und nimm diese wahr…

Du kannst diese Übung, wenn es für dich das erste Mal ist, einfach für ein paar Minuten machen, um dich nicht gleich zu überfordern. Vielleicht gibt es bereits kurze Augenblicke, in denen du merkst, dass du und auch deine Gedanken innerlich ruhiger werden.

Am Ende der Übung empfehle ich, drei tiefe Atemzüge zu nehmen und die Finger und Füße wieder langsam zu bewegen, um dich sanft aus der Übung rauszuholen.

Viel Spass und gute Entspannung!

Wann es Zeit ist loszulassen

Endlich war es wieder soweit– ein Wochenende in meiner ehemaligen Wahlheimat Graz, in der ich mein ganzes Studium und auch die ersten Arbeitsjahre verbracht habe, wartete auf mich…Viele alte Freundschaften verbinden mich mit dort und vor allem eins – gemeinsame Erinnerungen.

Aber eben: Es sind – oftmals – Erinnerungen. So schön die Zeit in meiner ehemaligen Heimat ist, sie zeigt mir auch, dass es nicht mehr meine Gegenwart ist, sondern ein Stückchen Vergangenheit.

Zurück in Wien stelle ich mir die Frage, warum ich in meiner ehemaligen Heimat (es waren doch mehr als 15 Jahre) umgeben von Menschen, die mir viele Jahre Wegbegleiter waren, immer wieder in die gleichen Muster (Verunsicherung, mangelnder Selbstwert usw) verfalle, obwohl ich seit drei Jahren physisch weg von dort bin und gedanklich der Moment wahrscheinlich noch früher eingetreten ist.

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