Fantasiereise „Bergwanderung zum Kraft tanken“

Vorbereitung:

Lege dich bequem auf einer Unterlage hin und decke dich gerne zu, sodass du die nächsten paar Minuten gut entspannen kannst.

Wenn du bereit bist, schließe deine Augen. Nimm zunächst ein paar tiefe Atemzüge. Nun kann deine Fantasiereise auf den Kraftberg beginnen.

Die Reise:

Stelle dir nun in Gedanken einen warmen, sonnigen Herbsttag vor. Es weht ein laues Lüftchen, und der Tag bietet die perfekten Voraussetzungen für ein Wanderung. Eine Wanderung, die dir die Möglichkeit gibt, Zeit in der Natur und mit dir selbst zu verbringen.

Versetze dich nun in Gedanken an den Fuß eines Berges. Dein Blick wandert in alle Richtungen und du lässt die Natur, ihren wohligen Duft und ihre sanften Geräusche auf dich wirken. Vielleicht kannst du aus der Ferne Tiergeräusche, wie das Zwitschern von Vögeln, wahrnehmen. Spüre nun die Sonne, wie sie auf deine Haut und auf dein Gesicht scheint und dich wärmt sowie die leichte Brise, die gerade weht.

Lasse nun deinen Blick nach oben auf den Gipfel des Berges schweifen. Ganz oben in der Ferne kannst du das Gipfelkreuz erkennen und etwas näher kannst du Steinböcke dabei beobachten, wie sie flink und wendig die Bergfelsen hinaufklettern, mit so viel Leichtigkeit und Freude.

Spürst du, dass hoch oben am Gipfel etwas ganz Besonderes auf dich wartet?

Beginne nun, den waldigen und unberührten Weg zum Gipfel entlang zu gehen, Schritt für Schritt und beobachte dabei immer wieder die Steinböcke, wie sie sich flink und mit Leichtigkeit dem Gipfel nähern. Ihre Freude und Unbeschwertheit dabei sind förmlich zu spüren.

Du gehst immer weiter, achtsam und ganz im Moment. Auf der Hälfte des Weges kommst du an einer  Schmetterlingswiese vorbei. Du bleibst stehen und hältst inne, da vor deinen Augen gerade ein Naturschauspiel stattfindet. So viele Schmetterlinge in so vielen bunten Farben hast du noch nie zuvor gesehen. Genieße diese Vielfalt von Farben und stell dir nun vor, wie ein Schmetterling auf dich zufliegt und kurz auf deiner Hand zum Sitzen kommt, so als wärst du ihm vertraut. Fühle die Verbindung zwischen dir und dem Schmetterling und das leichte Kitzeln, dass er auf deiner Haut auslöst.

Als der Schmetterling weiterfliegt, spürst du, dass es auch für dich Zeit wird, weiter Richtung Gipfel zu gehen. Du erinnerst dich beim Gehen an die Tiere, die dir bereits begegnet sind und an ihre Unbeschwertheit und Freiheit, die sie ausgestrahlt haben. Langsam beginnt sich diese Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die die Umgebung hier ausstrahlt, auch in dir auszubreiten.

Noch einmal bleibst du stehen und lässt deinen Blick zuerst nach unten Richtung Fuße des Berges und dann nach oben Richtung Gipfel schweifen. Erfreut stellst du fest, dass du den Gipfel fast erreicht hast.

Die letzten Meter legst du im Nu und voller Vorfreude zurück. Am Gipfel angekommen wartet ein einzigartiges Panorama auf dich. Du blickst dich um und siehst endlose Weiten und ein unglaubliches Gebirgspanorama. Der Himmel ist strahlend blau und die Luft rein und klar. Du lauschst der Stille, nach der du dich schon die längste Zeit gesehnt hast.

Nimm nun ein paar bewusste Atemzüge, um diesen Moment und die positive Energie, die gerade wahrzunehmen ist, in dir aufzunehmen. Genieße, was dir dieser Moment und die Natur gerade bieten.

Nachdem du nun einige Zeit an diesem Kraftort gesessen bist und die Energie in dich aufgenommen hast, spürst du, dass es Zeit wird, diesen Ort schön langsam wieder zu verlassen. Du weißt nun aber auch, wie du zu diesem Ort gelangst und dass du jederzeit wieder hierher zurückkehren kannst, um Kraft zu tanken oder einfach Ruhe zu genießen.

Verlasse nun den Gipfel und gehe in Gedanken den gleichen Weg, wie du gekommen bist, an den Ausgangsort zurück. Dort angelangt hältst du kurz inne, um dich für das Erlebte zu bedanken.

Ende der Übung:

Beginne schön langsam mit deinem Körper wieder in diesen Raum und auf deine Unterlage zurückzukehren. Nimm die Umgebung wahr und konzentriere dich ganz auf deine Atmung. Atme drei Mal tief ein und aus und beginne langsam deine Hände und Füße zu bewegen. Komme ganz in deinem eigenen Rhythmus zurück ins Hier und Jetzt und wenn du bereit bist, öffne deine Augen und richte dich zum Sitzen auf.

Anmerkung: Die Übung kann gut alleine oder auch zu zweit gemacht werden. Wenn du sie alleine machst, könntest du den Text der Reise laut vorsprechen und aufnehmen. Dann kannst du ihn, wann immer du Zeit für die Übung hast, abspielen. Wenn Ihr zu zweit seid, dann kann einer den Text vorlesen und der andere die Reise machen.

Ein kleiner Tipp am Rande: langsam lesen. Meine Erfahrung ist, dass man, auch wenn man das Gefühl hat, sehr langsam zu lesen, meistens zu schnell ist. Der Fantasiereisende soll den Moment erleben können und genug Zeit haben, um sich die Dinge für ihn passend auszumalen.

Gerne lese ich von euren Erfahrungen mit dieser Reise.

Der Herbst – Erntezeit und Loslasszeit zugleich

Mit Loslass- und Stärkungsübung

Das, was ich im Moment gerade verspüre, ist Dankbarkeit. Seit Wochen nehme ich das Stadtleben mit ganz anderen Augen war. Der Grund – Herbstzeit ist.

Diese Farbenpracht der Laubbäume ist für mich ein Wunder. Ein Schauspiel der Natur, das mich jedes Jahr von Neuem begeistert. Die Natur und auch die Tiere bereiten sich auf den bevorstehenden Winter vor und für uns Menschen bedeutet Herbstzeit auch Erntezeit.  Die letzten Früchte und Kräuter werden fleißig gesammelt und eingekocht bzw. getrocknet. Die Veränderung in der Natur kann man förmlich spüren und riechen. Und sie macht auch was mit uns Menschen.

Ob bewusst oder unbewusst, auch wir leben im Rhythmus der Jahreszeiten und können diesen für uns nutzen. Haben wir im Sommer noch viel Zeit draußen verbracht und sind aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten an Aktivitäten vielleicht wenig zur Ruhe gekommen, so gibt uns der Herbst nach und nach die Möglichkeit, mehr nach innen zu gehen.

Nicht umsonst heißt es:

Herbst ist Leben, das in die Tiefe geht. (Monika Minder)

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Zurück zur Natur – Heilkräuter sehen und verstehen

Auch wenn heute (National)Wahltag ist (bzw. war – die Wahllokale haben inzwischen ja schon geschlossen und du hast hoffentlich dein Wahlrecht wohlüberlegt in Anspruch genommen), möchte ich mit dir ein ganz anderes Thema teilen.

Ich habe heute das erste Mal an einer geführten Kräuterwanderung teilgenommen (danke vielmals an Patricia von Villa Natura für diesen grenzgenialen ersten Einblick) und möchte dich an dieser tollen Erfahrung teilhaben lassen.

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Wie wir ein verregnetes Wochenende für uns nutzen können

Wochenende und es regnet, seit Tagen schon. Irgendwie ärgerlich, wenn ich daran denke, was ich an diesem Wochenende gerne alles im Freien gemacht hätte. Wandern, Ausflüge, einfach draußen sein – aber nein, das Wetter macht mir natürlich – und das ohne mich um Erlaubnis zu fragen – einen Strich durch die Rechnung.

Warum kann es nicht einfach immer nur unter der Woche regnen, wenn man in der Arbeit sitzt und dafür am Wochenende schön sein, wenn man Freizeit hat, könnten wir uns fragen?

Wie wäre es aber mit folgender – recht gewagten – Sichtweise: Endlich habe ich wieder einmal Zeit für mich, ohne das Gefühl, überall dabei sein zu müssen, da ich sonst etwas verpassen würde. Was kann ich mir persönlich Gutes tun? Worauf hatte ich schon die längste Zeit Lust, aber immer ein schlechtes Gewissen, weil das Wetter zu schön dafür gewesen wäre, um sich daheim einzuigeln?

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Eine Geschichte über die Wertschätzung und ihren Wert

Chaos überall. Ein Durcheinander, fernab von jeglichem Miteinander. Und mittendrin: die Verzweiflung. Tag ein, Tag aus muss sie hilflos mitansehen, wie das Zusammenleben der Menschen im Dorf von Tag zu Tag schlechter wird. Selbst bisherige Freunde wurden zu Feinden. Wie konnte es auch anders sein? Lautete doch das allgemeine Credo der Bewohner: „Ich – ich – ich und nach mir die Sintflut.“ Das machte sich natürlich auch im Zusammenleben der Leute bemerkbar. Man hatte kein nettes Wort mehr füreinander übrig. Ganz im Gegenteil: Jeder versuchte, den anderen zu übertrumpfen, um der Bessere zu sein. Nettigkeiten? Sie waren weit und breit nicht zu sehen.

Und wenn die Verzweiflung versuchte, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, wurde sie meistens nicht beachtet. Völlig unbeeindruckt rannten die Menschen an ihr vorüber. Diejenigen, die sich doch die Zeit nahmen, der Verzweiflung kurz zuzuhören – und das waren sehr, sehr wenige – fragte sie nach einer ehemaligen Dorfbewohnerin. Ob sie sich denn noch an sie erinnern könnten? Ihr Name war Wertschätzung. „Viele Jahre schon weder gehört noch gesehen,“ war die Antwort der meisten. Und Kinder schauten die Verzweiflung mit großen Augen an: Eine ehemalige Dorfbewohnerin namens Wertschätzung? Noch nie von dieser geheimnisvollen Dame gehört.

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Eine Frage der Perspektive

Oft überkommt sie mich – die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, wenn ich mir wieder einmal die täglichen Schlagzeilen in der Tagespresse anschaue (schon wieder Krieg, Ausbeutung, Klimakatastrophen), aber auch im Alltag begegnen sie mir: Menschen, die miteinander streiten, sich (oder anderen) das Leben schwer machen, unzufriedene Gesichter und Getriebene, wohin ich sehe. Vermutlich wirke auch ich manches Mal so auf andere.

Doch halt – ist die ganze Welt wirklich so (schlecht), wie sie mir manches Mal scheint?

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Von der kirgisischen Weite hin zu sich selbst

Kirgistan? Als Land ist es mir zwar schon untergekommen und ich wusste, dass es irgendwo in Asien liegt, aber trotzdem musste ich den Atlas zur Hilfe nehmen, um herauszufinden, wo genau es sich befindet. Die Reisebeschreibung, auf die ich zufällig gestoßen bin, hat es mir nämlich so angetan, dass ich mehr über dieses zentralasiatische Land wissen wollte. Endlose unbesiedelte Weiten, Bewohner, die zeitweise noch als Nomaden in Jurten leben und über 90 Prozent des Landes, die über 1.500 Höhenmeter liegen. Der Gipfel des höchsten Berges dort liegt sogar auf über 7.400 Meter.

Im Sommer verbringen die meisten Bauernfamilien ihre Zeit gemeinsam mit den Tierherden (Pferde, Kühe, Schafe oder sogar Yaks) am „Jailoo“ (übersetzt „Hochalm“). Das kann schon mal auf 3.000 Meter oder noch höher sein. Übernachtet wird dann in Jurten (traditionelles Zelt der Nomaden), die jedes Jahr aufs Neue auf- und wieder abgebaut werden. Ansonsten Natur und Berge, wohin man blickt. Keine feste Straße, keine fixen Almhütten, wie man sie von uns kennt. Der Morgen startet mit dem Melken der Kühe und Pferde (vergorene Stutenmilch ist das Nationalgetränk in Kirgistan, allerdings auch etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht damit aufgewachsen ist), daraus wird dann Joghurt und Butter gewonnen. Geschlachtet wird, wann immer es nötig ist. Ansonsten können die Tiere den ganzen Tag frei grasen, wo und was auch immer sie wollen.

Warum ich dir das alles erzähle?

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Wenn Körper und Geist Ruhe fordern

Woran es auch immer liegt – energetisch bin ich im Moment nicht auf meiner Höhe. Habe ich vor einiger Zeit noch für einen Halbmarathon trainiert, so bringen mich im Moment schon 5 km an meine Grenzen.

Und: Jeden Tag unter der Woche läutet der Wecker um 6.30 Uhr und reißt mich aus meinem Tiefschlaf – beim Aufwachen fühle ich mich, als wäre ich erst um 5 Uhr Früh von einer durchzechten Nacht heimgekommen, und das alles, obwohl ich frühzeitig ins Bett gegangen bin.

Oder andere Situation: Ich bin schon Stunden, bevor der Wecker überhaupt seinen ersten Ton von sich gibt, hellwach und wälze mich hin und her und möchte doch nur Schlaf finden.

Fazit: Umso mehr ich um (besseren) Schlaf kämpfe, desto weniger bin ich erfolgreich dabei.

Aber: Auch, wenn ich mir die Situation gerade anders wünschen würde, so zeigen mir Körper und Geist sehr klar, dass meine innere Balance nicht ganz im Gleichgewicht ist und auch auf der Welt passiert energetisch gerade unglaublich viel, was wir alle, aber noch intensiver feinfühlige Menschen, wahrnehmen.

Wenn Körper und Geist Ruhe brauchen

Ich ernähre mich gesünder denn je, schaue, dass ich meinen Schlaf bekomme, versuche in der Freizeit Ausgleich zu meiner vorwiegend sitzenden Büroarbeit zu finden und bin viel an der frischen Luft.

Aber: Körper und auch Geist sind ganz schön fordernd, wenn sie der Meinung sind, dass das noch nicht reicht und nein, sie lassen sich nicht mit weniger, als dem was sie benötigen, überlisten.

Ganz laut rufen sie im Moment nach Ruhe und ausgleichenden statt auspowernden Freizeitaktivitäten. Und so gönne ich mir inzwischen ohne schlechtes Gewissen das, was scheinbar gerade gebraucht wird – Rast anstelle von Rastlosigkeit.

Anfangs war das nicht so leicht für mich, habe ich doch von Kindestagen an den Spruch „Wer rastet, der rostet.“ zu hören bekommen. Ovid hingegen hatte eine völlig andere Auffassung und der kann ich inzwischen nur voll zustimmen:

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.

Und auch mein Körper spricht diese Sprache. Anstelle eines längeren Laufs sehnt er sich mehr nach Spazierengehen und statt anstrengendem muskelstärkendem Ashtanga-Yoga (dabei handelt es sich vor allem um schnelle, fließende Abfolgen von Positionen), bevorzugt er gerade muskelentspannendes Yin-Yoga (passives Yoga, in dem man minutenlang in einer sitzenden oder liegenden Position verweilt). Vor einem Jahr noch war für mich Yin-Yoga einfach langweilig, weil ich dachte, dass es nicht fordernd genug für mich sei. Gerade eben ist es der perfekte Ausgleich für meine innere Unruhe und Müdigkeit.

Wie du den Leistungsdruck an dich selbst loslässt

Geht es dir vielleicht gerade ähnlich? Nämlich, dass du dich ausgepowert fühlst und das Gefühl hast, eigentlich mehr leisten zu müssen, als das, was du gerade imstande bist zu leisten? Fühlst du dich deswegen weniger wert, weil du eigentlich das Bedürfnis hast, einfach nur sein zu dürfen, ohne Leistungsdruck? Hast du das Gefühl, du musst dich sportlich verausgaben, obwohl dir gerade nach gemütlicherer Bewegung zumute ist?

Dann könnte es dir vielleicht helfen, einfach mal in dich hineinzulauschen, ganz unbeeinflusst von Erwartungen rundherum. Und dann frage dich: Woher kommt dieses Gefühl, dass du mehr leisten müsstest? Ist das vielleicht eine Erwartung an dich, die dir von außen suggeriert wird? Was fühlt sich für dich persönlich im jetzigen Moment stimmig an, ganz egal, ob dies von außen als Leistung wahrgenommen wird oder nicht?

Ein Abend nur für dich? Ein ausgedehnter Spaziergang? Ein Kinobesuch?

Was auch immer es ist – es ist das, was du im Moment gerade brauchst und es steht dir zu, dem nachzugeben, denn:

Die Welt bleibt nicht gleich stehen, wenn du einmal eine Pause machst. (Unbekannt)

Die Welt bleibt nicht gleich stehen, wenn du einmal eine Pause machst.

Unbekannt

Und auch ich habe gelernt: Umso weniger ich gegen meinen derzeit teilweise schlechten Schlaf und mein niedriges Energielevel ankämpfe, sondern dies alles zulasse, desto wahrscheinlicher ist es, dass mein inneres Gleichgewicht bald wieder hergestellt wird.

Ein kleiner Hinweis noch: Sollte dein niedriges Energielevel doch über einen längeren Zeitraum unverändert bleiben, so wäre es jedenfalls ratsam, dies medizinisch abklären zu lassen, damit ausgeschlossen werden kann, dass deinem Körper gewisse Nährstoffe fehlen.

Übung zur Entscheidungsfindung

Grübelst du schon lange über eine Veränderung? Stehst du schon länger vor einer Entscheidung, aber irgendetwas hindert dich noch? Oder kannst du dich einfach nicht zwischen A und B entscheiden?

Wenn das bei dir gerade so ist, dann könntest du es mal mit nachfolgender Übung versuchen. Diese Übung hat mir erst kürzlich wieder geholfen, etwas Klarheit in meine Situation (Entscheidung zwischen A und B) zu bringen.

Übung:

Suche dir einen ungestörten Platz, an dem du dich wohl fühlst. Nimm einen bequemen Sitz ein und atme ein paar Mal tief durch. Wenn du magst, schließe deine Augen.

Und nun beginne dir vorzustellen, dass du deine Entscheidung bereits getroffen hast. Male es dir im Detail aus, wie es dir dabei geht und wie du die Entscheidung lebst. Beginne nun, dir folgende Fragen zu stellen:

Wie schaut seither dein Tagesablauf aus? Was hat sich für dich verändert im Vergleich zu deinem Leben vor der Entscheidung? Fühlt sich die Veränderung gut für dich an? Was spürst du in dir? Vielleicht Freude oder Zufriedenheit? Oder doch eine Spur von Unsicherheit oder Angst?

Versuche, ganz in diese neue Situation hineinzusinken, so als würdest du sie wirklich durchleben. Ist es so, wie du es dir vorgestellt hast? Nimm wahr, welche Bilder vor deinem inneren Auge erscheinen. Frage dich immer wieder, was du gerade spürst und fühlst. Falls Ängste aufkommen, lass auch diese einfach da sein und beobachte sie. Schaue hin, was hinter der Angst steckt, die gerade hochkommt.

Wenn du das Gefühl hast, genug Zeit in der neuen Situation verbracht zu haben, dann gehe aus dieser wieder heraus, zurück ins Hier und Jetzt, und spule von diesem Ausgangspunkt aus einige Jahre in die Zukunft vor – in eine Zeit, in der du dich schon zur Ruhe gesetzt hast und nunmehr als weise Beobachterin auf dich im Jetzt – unschlüssig, welche Entscheidung du treffen möchtest – schaust. Du siehst dein weises erfahrenes Ich als ältere Person in einem Schaukelstuhl sitzen. Bereit und voller Sehnsucht, ihren über die Jahre angesammelten Erfahrungsschatz mit dir zu teilen.

Welchen Ratschlag würde dir dein älteres, weises Ich für deine jetzige Situation geben? Lausche in dich hinein.

Wann immer du dafür bereit bist, nimm wieder ein paar tiefe Atemzüge. Wenn du deine Augen geschlossen hast, öffne die Augen wieder und wenn dir danach ist, mache dir in aller Ruhe ein paar Notizen zum soeben Erlebten.

Nachtrag zur Übung:

Was immer du aus dieser Übung für dich mitnehmen kannst, sie ist aus meiner Sicht eine wundervolle Gelegenheit, um zu spüren, wie es sich anfühlen könnte, wenn man eine Entscheidung getroffen hat. Auch damit einhergehende Ängste können durch sie gut aufgespürt und angegangen werden. Wunderschön finde ich auch den Abschluss mit der Begegnung seines älteren weisen Ichs, da ich dieses schon des Öfteren als wundervollen Wegweiser und Mutmacher einsetzen konnte.

Falls du mir ein Feedback zu deiner Erfahrung mit der Übung geben möchtest (einfach als Kommentar unten oder als E-Mail), würde ich mir sehr freuen.

Was ein Baum das Mädchen Esperanza über das Leben lehrte

Die heute von mir verfasste Kurzgeschichte handelt von dem Mädchen Esperanza, das eine große Leere in sich verspürt und seine Antwort überraschenderweise in einer Begegnung mit einem Baum findet.

Verzweiflung machte sich in Esperanza bemerkbar. Zu viele Sorgen machte sie sich ständig über dies und jenes, dabei hatte sie doch überhaupt keinen Grund, unzufrieden zu sein. Sie hatte einen gut bezahlten Job, ein soziales Umfeld, eine wundervolle Beziehung und genug Zeit und Geld, um sich gewünschte Dinge leisten zu können. Sie konnte reisen, gut essen gehen, Kleidung kaufen. Alles, was das Herz begehrte, oder?

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