Wie du deinen Weg gehen kannst

Mal links, dann rechts, dann gerade aus und irgendwann doch wieder ein paar Schritte zurück. Vielleicht kommt dir das bekannt vor, wenn du versuchst, deinen Weg zu gehen, auf dessen Pfaden du dich oftmals im Kreis drehst.

Mir zumindest geht es so. Ich gehe und gehe, oftmals ziellos und bin dann wehmütig dem gestrigen Tag gegenüber, an dem ich noch so viel erledigen hätte wollen und leide, wenn ich an morgen denke, da ich noch nicht weiß, wie ich das Morgen sinnvoll verwenden kann. Und während des Gehens frage ich mich:

Wohin noch mag mein Weg mich führen? Närrisch ist er, dieser Weg, er geht in Schleifen, er geht vielleicht im Kreise. Mag er gehen, wie er will, ich will ihn gehen. (Herrmann Hesse)

Auch, wenn mir gerade noch unklar ist, wohin er mich führt – mein persönlicher Weg, er bringt mich weiter, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Wenn du dich zurückerinnerst, weißt du noch, wo du für fünf Jahren standest? Und dann denke darüber nach, wo du jetzt schon stehst? Hast du dann noch immer das Gefühl, keinen Schritt weiter zu sein?

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Was Kinder dich lehren können (und eine praktische Übung)

Eine U-Bahn-Fahrt am Montag Morgen – grimmige Gesichter, wohin man sieht. Doch da – plötzlich ein kleines Kind, das sich von der etwas gedrückten Stimmung zum Glück nicht beeinflussen lässt. Es lacht und nutzt die Zeit, um aus der Fahrt sein persönliches Abenteuer zu machen. Das ehrliche und laute Lachen des kleinen Geschöpfes ist unweigerlich ansteckend. Und plötzlich kann man auch in den Gesichtern so mancher Erwachsenen ein leichtes Anheben der Mundwinkel feststellen. Für einen Augenblick ist er vergessen – der Montag Morgen.

Was also ist das Geheimnis, das Kinder in sich tragen?

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Wenn die Wut die Gelassenheit überholt

Buddha wurde gefragt:

„Was hast du durch Meditation gewonnen?“

Er antwortete:

„Nichts! Aber, lass mich dir sagen, was ich verloren habe:

Besorgnis, Schwermut, Zorn, Unsicherheit, die Angst vor dem Altern und dem Tod.“

Es ist bewundernswert, dass Buddha einen solchen Zustand erreicht hat – einen Zustand, in dem alltägliche Gefühle, die uns wohl nicht gerade bestärken, keine Rolle mehr spielen. Persönlich muss ich mir aber eingestehen, dass ich trotz jahrelanger Meditation jeden einzelnen dieser Gefühlszustände nach wie vor kenne und mich immer wieder von ihnen überrumpelt fühle.

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Was Neujahrswünsche den Vorsätzen voraushaben

Die Tage zum Jahresende hin waren sehr intensiv für mich, aber nicht, weil ich damit zu tun hatte, von einem Verwandtenbesuch zum nächsten zu hetzen oder den Hüftspeck vom ausgiebigen Schlemmen rund um die Weihnachtsfeiertage im Fitnesscenter abzutrainieren, sondern weil ich ganz mit mir war. Grund war der Besuch eines fünftägigen Schweigeretreats im ZENtrum am Mondsee.

Über die durchaus intensiven Erfahrungen dort berichte ich bestimmt ein anderes Mal. Was mich zu meinem heutigen Beitrag veranlasst hat und auch Thema am Retreat war, ist unser Umgang mit dem Jahresbeginn.

Bist du eher der Typ für strikte Neujahrsvorsätze wie mehr Sport – weniger ungesund ernähren – aufhören zum Rauchen? Oder: Siehst du dem neuen Jahr positiv und ohne große Selbstgeißelung entgegen und fokussierst du dich auf deine Wünsche und das, was du erreichen möchtest?

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Alle Jahre wieder oder heuer nicht?

Alle Jahre wieder…kommt das Christkind und bevor es kommt, der vorprogrammierte Weihnachtsstress. Der gezwungene Besuch eines Einkaufszentrums am Samstag Vormittag hat mich sprachlos zurückgelassen und zwangsweise zum Nachdenken darüber gebracht, was Weihnachten beziehungsweise die Zeit davor mit uns macht. Daher mein Versuch, uns alle wieder an die Besinnlichkeit und das wohl bedeutendste Geschenk für andere, nämlich Zeit, Wertschätzung und Liebe füreinander, zu erinnern.

Doch wie ist die Realität?

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Hilfsbereitschaft für andere bedeutet Glück für uns selbst

Ein Bauer brachte mit seinem Esel einen schweren Sack mit Korn zum Müller. Unterwegs rutschte der Sack vom Rücken des Esels und lag nun auf dem Weg. So sehr der Bauer sich auch bemühte, den Sack anzuheben, es gelang ihm nicht. Der Sack war für einen Mann alleine viel zu schwer. So blieb ihm nichts anderes übrig als zu warten, dass jemand vorbei käme, der ihm helfen könne. 

Nach gar nicht langer Zeit hörte er einen Reiter näher kommen. Doch am liebsten hätte sich der Bauer in ein Mauseloch verkrochen, als er erkannte, dass der Reiter der Graf aus dem naheliegenden Schloss höchstpersönlich war. Viel lieber hätte er natürlich einen anderen Bauern oder Handwerksburschen um Hilfe gebeten. Es schien ihm ganz unmöglich, einen so hochgestellten Herrn um Hilfe zu fragen.

Der Graf kam heran geritten, erkannte das Problem, stieg vom Pferd und sagte: „Wie ich sehe, hast du ein bisschen Pech gehabt, mein Freund. Da bin ich ja gerade rechtzeitig gekommen, um dir behilflich zu sein.“ Sprach`s und fasste den Sack an einem Ende. Der Bauer nahm das andere Ende und gemeinsam hoben sie den Getreidesack auf den Rücken des Esels.

Immer noch fassungslos stammelte der Bauer: „Mein Herr, wie kann ich Ihnen das vergelten?“

„Nichts leichter als das“, sagte der Edelmann.

Wann immer du einen Menschen in Schwierigkeiten siehst, dann tue das gleiche für ihn!“

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Die kleinen Wunder des Alltags – Eine Metapher

Heute gibt es für euch erstmals eine von mir geschriebene Kurzgeschichte über das Leben und darüber, wie wir wieder beginnen können, die kleinen Wunder des Alltags wahrzunehmen. Die Geschichte handelt von einem Mädchen namens Ravenna und ihrer Begegnung mit einem kleinen Kind am Strand, das sie lehrt, wieder offen für die tagtäglichen kleinen Wunder zu werden.

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Im Moment sein

Augenblicke, in denen wir inne halten, sind kostbar. (Voltaire)

Sich 20 Minuten oder länger für eine Mediation hinzusetzen, kann für viele Menschen im Arbeits-Alltag ganz schön schwer sein, alleine schon aus zeitlichen Gründen.

Helfen kann dir daher, kleine Übungen in alltägliche Abläufe zu integrieren. Man spricht hier von sogenannten kleinen Ankern, die man sich im Alltag setzen kann.

Ungefähr so kann das aussehen:

Du klebst dir ein Zettelchen an deinen Badezimmerspiegel oder gibst dir eins in deine Brief- oder Handtasche und jedes Mal, wenn du das Zettelchen siehst, weißt du, es ist für dich der Moment, kurz inne zu halten, um dich auf deinen Atem und deine Körperempfindungen zu konzentrieren und deine aktuelle Tätigkeit ganz bewusst wahrzunehmen.

Anker können aber auch alltägliche Situationen wie die U-Bahn- oder Straßenbahnfahrt sein oder das Anstellen in einer langen Schlange an der Supermarktkasse.

Probier einfach mal die Umsetzung in ein paar alltäglichen Situationen für dich aus, dann kannst du bestimmt rasch feststellen, welche Situation für dich am besten geeignet ist. Da fast jeglicher Moment dafür verwendet werden kann, ist es doch ganz schön schwer, eine Ausrede zu finden, oder? 😉

Ungeduld in Geduld verwandeln

In der Ruhe liegt die Kraft. (Konfuzius)

Es fällt mir leicht, dem zuzustimmen, wenn ich mich nicht gerade wieder darüber ärgere, dass etwas zu langsam geht. Dann kann meine sonst so gepriesene Geduld ganz schnell in das Gegenteil umschlagen und Konfuzius´ Worte sind von einem Moment auf den anderen einfach vergessen.

Und als im Sternzeichen Widder Geborene ist es halt auch nicht immer so einfach. Der Widder ist schließlich nicht dafür bekannt, der Geduldigste unter den Sternzeichen zu sein. Steinböcken hingegen wird Geduld nachgesagt, wie beneidenswert.

Studien haben nämlich ergeben, dass jemand, der verzichten und Rückschläge einstecken kann und ausdauernd ist, auch gesünder und erfolgreicher lebt. Das Erlernen von Geduld macht also nicht nur das eigene Leben leichter, sondern hat auch noch positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

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Der Sinn de(ine)s Lebens

Überall ist sie präsent und kaum jemand hat sich wohl noch nicht die Frage nach ihr gestellt – zumindest nicht in unseren Breitengraden, in denen den meisten von uns glücklicherweise regelmäßiges Essen und ein Kopf über dem Dach gesichert sind. Die Rede ist von der Sinnsuche.

Die unsicheren Zeiten, die gerade auf der Welt vorherrschen – sei es der Klimawandel (heutzutage spricht die Wissenschaft ja sogar schon von der unabwendbaren Klimakatastrophe), die Kriege und Auseinandersetzungen, die wir täglich in den Medien hören oder auch die steigende Überforderung unserer Gesellschaft (Stichwort: psychische Erkrankungen, Burn-out usw), ihre Schnelllebigkeit und das gefühlte Leben im Hamsterrad – lassen in vielen von uns die Frage nach dem Sinn des Lebens oder nach dem Grund, warum wir hier sind, intensiver denn je werden. Auch die Möglichkeiten von Retreats, Meditationen, Yoga und anderen Entspannungs-Angeboten haben in den letzten Jahren unglaublich zugenommen. Zahlreiche Indizien also, dass die Suche nach dem Sinn des Lebens viele Leute bewegt.

Vorweg: Ich werde dir in diesem Beitrag keine abschließende Antwort nach dem Sinn des Lebens geben können, da es für mich nicht DIE einzig wahre Antwort darauf gibt. Aber vielleicht kann ich dich ein bisschen darin unterstützen, die Sinnsuche nicht zu verbissen anzugehen, sodass du währenddessen auch dein derzeitiges Leben noch genießen kannst.

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